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Farmerama Account Level 80 zu verschenken – Hilfe, Trennung droht !!!

„Farmerama Account Level 80 zu verschenken – Hilfe, Trennung droht !!!“ An diesen Aufruf bei Ebay kann ich mich gut erinnern und er bringt die Manie, die manche Browsergames verursachen, auf den Punkt. Ein junger Mann will seinen Farmerama-Account bei E-Bay versteigern, um seine Beziehung zu retten. Wenn das nicht mal innovativ ist! Ich oute mich ebenfalls als ehemalige Farmarama-Süchtige. Seit einem halben Jahr dümpelt mein Account bei Level 78 vor sich hin. Hier liegt nämlich das Problem: Entweder ihr spielt mehrmals täglich und vertrödelt unheimlich viel Lebenszeit – oder ihr spielt solche Spiele gar nicht (mehr). Ich habe mich für Letzteres entschieden, aber über Farmerama schreiben kann ich trotzdem. Schließlich weiß ich, wie das Spiel funktioniert.

Browserspiele wie Farmerama sind kostenlos – von wegen!

Jedes neue Spiel ist anfangs kostenlos. Es ist eigentlich die ganze Zeit über kostenlos, nur kommt ihr dann sehr mühsam ins nächste Level, weil ihr für jede Aufgabe ewig braucht, um sie zu lösen. Farmerama zum Beispiel hat eine eigene Spielwährung, mit der neue Geräte, Tiere und Saatgut für die Felder gekauft werden kann. Diese Moospennys erspielt sich jeder Spieler mit dem Ernten von Feld- oder Baumfrüchten, mit der Zucht von Tieren sowie gelegentlichen Minispielen, die zu besonderen Anlässen eingestellt werden.

Jeder Farmer erhält zu Beginn eine eigene Farm, ein paar Tupgulden und einige Moospennys geschenkt. Tupgulden sind dabei die Spielwährung, für die man nur ganz bestimmte wichtige und wertvolle Dinge erhält, wie Superfutter (damit die Tiere schneller wachsen) oder Erntehelfer auf Zeit, die auf einen Schlag alles auf einmal bepflanzen oder ernten. Habt ihr diese Items nicht im Bestand, müsst ihr jedes Feld, jeden Baum und jeden Stall einzeln per Mausklick bedienen und zwar mehrmals am Tag. Denn jede Pflanze hat eine unterschiedliche Wachstumsdauer.

Alles wächst und gedeiht – frische Luft wird zur Nebensache

Salat ist bereits nach wenigen Minuten fertig, während Tomaten mehrere Stunden benötigen. Zu Beginn erreicht ihr recht schnell das nächste Level, wo neue Pflanzen und neue Tiere darauf warten, gepflanzt bzw. gezüchtet zu werden. Erst viel später könnt ihr die Tiere auch was machen lassen. Hühner legen dann zum Beispiel Eier, Hasen geben Angorafell, Kühe füllen Milchflaschen. Alle Erzeugnisse werden in der Scheune gelagert, um sie früher oder später auf dem Markt gegen Moospennys zu verkaufen bzw. einzutauschen.

Neben der eigentlichen Farm kann noch eine Kräuterwiese, später ein Wald und noch später eine Bohnenranke (die es ermöglicht, im Himmel zu bauen) freigeschaltet werden. Damit ist unheimlich viel Platz für Ställe, Felder und Bäume und der Arbeitsaufwand wächst. Das Pensum ist nur mit Helfern zu schaffen. Die müsst ihr kaufen und zwar mit Tupgulden. Diese werden wiederum mit echtem Geld (per paypal oder Bankeinzug) gekauft. Nun könnt ihr bei Farmerama zwar Tupgulden in Moospennys tauschen, aber nicht umgekehrt. Natürlich möchtet ihr das Spiel auf keinen Fall aufgeben, schließlich habt ihr bereits eine Menge investiert.

Mein Fazit: Spielspaß, der auf Dauer ziemlich teuer werden kann

Ich habe zuletzt bis zu vier Stunden täglich virtuell auf der Farm geschuftet, um alles am Laufen zu halten, insgesamt ca. 400 € in das Spiel gesteckt, nachts von zappelnden, gackernden und blökenden Viechern geträumt – und dann hatte ich auf einen Schlag die Nase voll. Farmerama ist ein hübscher Zeitvertreib, der schnell in Arbeit ausartet und einsam macht. Zwar benötigt jeder Farmer Freunde, die ihn beschenken, aber eine Kommunikation mit diesen ist kaum möglich.

Mit Wehmut denke ich an das flatternde Moorhuhn zurück, das jede Pause in nullkommanix verfliegen lässt. Es macht zwar ebenfalls kurzzeitig süchtig, nimmt aber keinen halben Tag in Anspruch und vor allem – es kostet wirklich nichts. Aus reinem Selbstschutz, um nicht noch mehr Zeit dami zu verpielen, werde ich mich wohl besser wieder abmelden. Auch wenn es lustig war…

Sex-Spielzeug – ein erotischer Selbstest

Sex Toys sind versaut, schmutzig und unanständig!

Wer erzählt denn solch einen Quatsch?! Diese Überschrift ist mir tatsächlich letztens bei Facebook unter die Augen gekommen. Doch als ich näher darauf eingehen wollte, war der Beitrag verschwunden. Vermutlich wollte nur jemand provozieren. Es ist demjenigen gelungen, denn ich habe mir Gedanken gemacht und nachgeschaut, was für Sex-Spielzeuge ich im Nachtschrank (und in der Handtasche – ja tatsächlich!) aufbewahre, ob sie noch funktionieren, welche Sex-Toys ich noch gebrauchen könnte und dass es an der Zeit wäre, mal wieder eine Dildo-Party zu besuchen.

Delphin mit Orgasmusgarantie und Vibro-Ei für unterwegs

Hab ich natürlich längst. Mein Delphin-Vibrator ist Pink und bei dem Vibro-Ei ist die Farbe egal. Das wird intern – also innerlich – also in der Vagina getragen. Himmelherrgott, nennen wir doch die Dinge beim Namen! Wenn ich mir das Vibro-Ei (jetzt weiß ich auch die Farbe wieder: silberglänzend) in die Hummel schiebe und auf den Knopf drücke, vergesse ich, dass sich mein Freund kilometerweit weg auf einer Weiterbildung befindet.

Zwar könntet ihr den vibrierenden Lustspender tatsächlich auch unterwegs benutzen, doch das rate ich niemandem. Ihr werdet dermaßen spitz, dass ihr jedem x-beliebigen Kerl auf den Schoß hüpfen würdet. Die Stimulation ist so intensiv, dass mein Freund Stefan auf Viagra, amitamin, Euviril & Co. locker verzichten kann. Wieso? Weil er keine Hilfsmittel benötigt, wenn ich ihn (rollig wie ich dann bin) umgarne. Falls Stefan mal wieder nicht da ist, habe ich ja immer noch meinen zuverlässigen Delphin, der mir zielsichere Glücksmomente beschert, wenn ich Lust darauf habe. Denn das Beste ist: Der geile Tümmler findet garantiert den G-Punkt.

Keine Dildo-Party in Sicht? Das Internet hilft

Die Freundin einer Freundin (ich verrate euch jetzt aber keine Namen) hat im vorigen Jahr eine Dildo-Party veranstaltet – und ich war dabei! Momentan kann ich weder die Freundin noch die Freundin der Freundin erreichen und erfahre wohl nie, was es Neues auf dem Erotik-Markt gibt. Da kennt ihr mich aber schlecht! Wenn ich etwas will, bekomme ich es auch. Natürlich habe ich mich auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Das WWW bietet ja zahlreiche gut bestückte Erotik-Shops wie Beate Uhse und Orion.

Leider sind bei einigen Onlineshops die Beschreibungen so öde und langweilig, dass man meint, es würden Wasserhahn und Duschschlauch beschrieben. Echt, da schwindet beim Lesen die Lust! Anders bei diesem Schweizer Erotikshop, der nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Lesen Spaß macht. Die Beschreibungen sind extrem witzig und unterhaltsam – manchmal hat der Texter wohl einen Clown gefrühstückt. Die Fotos der Sex-Toys sind gestochen scharf und mit Zoom-Funktion bis ins kleinste Detail zu studieren. Ich habe übrigens ein neues Sex-Spielzeug gefunden, das nicht nur mir, sondern auch meinem Freund gefallen würde.  Verrate jetzt aber nicht, welches…

„Schatz, kommst du mal?“ 🙂

Trachtenmode – nur was fürs Oktoberfest?

Dirndl, Krachlederne & Co. sind absolut angesagt

Als Kind habe ich meine kurze, speckige Lederhose mit dem obligatorischen Edelweiß auf dem Latz gehasst. Doch jetzt bin verliebt. Bisher habe ich gedacht, dass Trachtenkleider nur was fürs Oktoberfest sind. Mir schweben dralle Bayernmädels vor Augen, denen die Möpse förmlich aus dem Dekolleté hüpfen, während ihnen betrunkene Burschen in Lederhosen an die Wäsche wollen. Die wirklich tollen Kleider sieht man sowiese nur bei den Promis, in der Gala, Bunte oder wenn über die Spielerfrauen vom FC Bayern berichtet wird.

Falsch gedacht! Durch Zufall bin ich auf eine Seite im Netz gestoßen, die zauberhafte Trachtenmode zu bezahlbaren Preisen anbietet und sich von anderen Trachtenshops wohltuend abhebt. Ich kenne mich nicht wirklich aus, aber Stockerpoint scheint die bekannteste Marke zu sein und ich habe beschlossen, Trachtenmode ab sofort zu lieben.

Ab sofort Tracht – morgens, mittags, abends!

Nun habe ich zwar kürzlich erst von Hunden in Trachtenklamotten berichtet, aber das könnt ihr wirklich nicht vergleichen. Ich würde auch nie einem Hund eine Lederhose anziehen wollen. Ich selbst möchte solch eine schicke Trachtenhose jedoch unbedingt haben und zwar möglichst bald – also, natürlich die Variante für Menschen. Außerdem will ich ein Dirndl oder zwei oder drei. Ich möchte Dirndblusen und Dirndlshirts und den passenden Dirndl-BH, der diesen magischen Busen zaubert, möchte ich ebenfalls.

Ich könnte mit dem Fuß aufstampfen und rufen „ich will, ich will, ich will“ und würde mir keineswegs komisch vorkommen. Leider interessiert es niemanden, was ich will, also muss ich mich selbst kümmern. Immerhin meint mein Freund, dass die Trachtenklamotten wirklich schick aussehen.

Trachtenmode ist nicht gleich Landhausmode

Trachtenmode besticht durch detailverliebte Schnitte, Stickereien, Spitze, naturnahe Stoffe wie Baumwolle oder Leinen und ganz viel Leder. Landhausmode wirkt im Vergleich dazu regelrecht bieder und scheint vor allem nur eine Farbe zu kennen: Beige. Trachtenmode gibt es, zumindest in dem Shop, den ich entdeckt habe, in den verrücktesten Farben.

Natürlich mussten sich die Designer völlig neue Farben ausdenken. So heißt beispielsweise ein simples Rosa nicht Rosa, sondern Flamingo, ein schlichtes Hellbraun nennt sich Torfantik und der Hit ist die Farbbezeichnung Maisantikozean für verwaschenes Goldgelb. Am besten gefallen mir die Trachtenkleider, bei denen alles dabei ist: Dirndl, Schürze und Bluse.

Trachtenshirts passen prima zur Jeans

Eigentlich bin ich gar kein Kleidertyp. Auch hierfür gibt es eine Lösung: Hosen und Shirts. An den Trachtenlederhosen faszinieren mich die kleinen Hosenlätze, die tollen Stickereien und die interessante Schnittführung mit den Seitenschlitzen und der rückwärtigen Schnürung. Da darf es ruhig etwas mehr Braten oder Kuchen sein – ein Handgriff und alles passt.

Ein wunderschönes Trachtenshirt mit eingearbeiteter Bluse und Miederschnürung gibt es schon ab 40 Euro. Für eine echte Markenlederhose muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Meine Lieblingshose kostet knapp 180 Euro. Das ist für solch ein Schmuckstück allerdings ein Schnäppchen. Seht selbst: Lederkniebundhose

Hundemode: Fressnapf oder Mops im Dirndl?

Mops mit Hut, Schuhen und Trachtenlederhose!

Das ist kein Witz – ich habe tatsächlich kürzlich einen Mops (oder war’s eine Bulldogge?) in einem Café auf dem Schoß seiner Besitzerin gesehen, der ausstaffiert war, als würde er auf dem Oktoberfest sein weibliches Pendant im Dirndl suchen: Tirolerhut (mit Löchern für die Ohren), Krachlederne mit Hosenträgern(!) und Lederstiefel an den Pfoten.

Da der Hund keine Sekunde den Schoßplatz verlassen durfte, war nicht zu erkennen, ob er sich in den Klamotten überhaupt bewegen konnte, aber ich bezweifle es. Die Dame schien sehr stolz auf ihren vierbeinigen Begleiter zu sein und strahlte in die Runde; der Mops selbst schaute allerdings ziemlich dämlich aus der Wäsche. Ich glaube, er schämte sich.

Ist Hundkleidung für kalte Tage nützlich?

An den Anblick von Hunden mit Jacken und Pullovern haben wir uns ja schon gewöhnt. Das ist in der kalten Jahreszeit für bodennahe Hunde durchaus sinnvoll. Denn das Fell kann noch so dicht und lang sein – am Bauch sind fast alle Hunde nackt. Praktische Mäntel und Schutzkleidung für kleine und große Hunde gibt es im Fressnapf und in jedem anderen Fachgeschäft für Tierbedarf.

Meine Freundin besitzt einen Dackel mit derart kurzen Beinen, dass es keinen Unterschied macht, ob er liegt oder steht, weshalb er das Kommando „Platz“ auch nicht kennt. Diese süße Fellwurst hat selbstverständlich einen Pullover für kalte Tage und einen Mantel zum drüberziehen, wenn es noch kälter wird. Damit das Kleidungsstück nicht hin- und herwackelt, befindet sich am hinteren Ende eine Schlaufe für den Schwanz. Pullover und Mantel werden buchstäblich am Hundekörper arretiert und dem Hund bleibt gar nichts anderes übrig, als eine gute Miene aufzusetzen. Hauptsache, er friert nicht.

Hunde aller Nationen – wehrt euch!

Habt ihr schon mal in die Augen eines Dackels gesehen? Doch nicht der berühmte Dackelblick ist daran schuld, dass Herrchen und Frauchen ihre Lieblinge in Tütü und Schleifchen oder in Lack und Leder hüllen. Es sind die Menschen selbst, die sich immer neue Modeverrücktheiten für ihre vierbeinigen Freunde wünschen. Es gibt genügend Designer, die diesem Bedürfnis nur zu gerne nachkommen. Im Netz existieren zahlreiche Seiten, die Hundklamotten in allen Variationen online verkaufen.

Eine davon hat mich ganz besonders fasziniert. Bei DoggyDolly kommt ihr aus dem Stauen nicht mehr heraus! Hundehalter können ihre Hunde tatsächlich in Dirndl zwängen, in Lederhosen packen oder als Brautpaar mit Anzug und Hochzeitskleid schmücken. Passende Schuhe, Hüte und Schleier gibt’s natürlich ebenfalls. Verständlicherweise sehen die abgebildeten Hunde nicht besonders glücklich aus.

Schuhe für Hunde sind so überflüssig wie Nachtsichtbrillen für Katzen!

Hundeschuhe kneifen, rutschen und grenzen an Tierquälerei. Wer seinem Hund im Winter wirklich etwas Gutes tun und die Pfoten vor Kälte, Streusalz und Schnee schützen will, fettet die Fußballen seines Schützlings mit speziellen Pfotensalben ein. Melkfett und Ballistol funktionieren ebenfalls prima. Letzteres ist eigentlich ein Waffenreinigungsöl und ein absoluter Geheimtipp – es hilft sogar bei Haarausfall. Ob Hunde (wenn sie könnten) damit ihre Waffen einfetten würden, um sich gegen den tierischen Modewahnsinn zu wehren, überlassen wir der Phantasie von Comiczeichnern und Scifi-Autoren. 😉

Ugg oder nicht? Hurra, es hat sich ausgeUGGt

ugg boots sind outUGG oder nicht UGG? Oder doch lieber richtige Schuhe? Fragt mich doch meine Freundin Bianca gestern, ob ich nicht mal was über Schuhe schreiben will. Ich gucke sie ganz entgeistert an und frage zurück: „Kennst du meinen Schuhschrank?“ Es ist ja nicht so, dass ich keine Schuhe habe, aber ich kann das Brimborium, das manche Mädels mit ihren Sneakern, High Heels, Pumps etc. anstellen, überhaupt nicht nachvollziehen. Gilt es eigentlich schon als krank, wenn man als Frau (so wie ich) nur fünf Paar Schuhe besitzt?

Leute kauft UGG Boots, die passen immer!

UGG – was? Ich musste erst mal googlen, um festzustellen, dass ich tatsächlich irgendwann solche Fellmonster an meinen Füßen durch die Welt getragen habe. Das ist schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich, dass die Stiefel zwar super bequem sind und die Zehen warmhalten, sich aber weder für Nässe noch für Schnee eignen. Winterschuhe, die nicht für den Winter bestimmt sind – klasse!

Dieses Paradoxon erklärt sich aus ihrer Herstellungsweise und vor allem, wo sie herkommen. UGG Boots stammen ursprünglich aus Australien und werden dort vorwiegend von Surfern getragen. Das ist noch eine Seltsamkeit, die ich nicht verstehe, denn die Stiefel bestehen aus wasserdurchlässigem Nubukleder und sind mit Lammfell gefüttert. Was macht bitte ein Surfer mit Fellstiefeln im Wasser? Vielleicht trocknen die Dinger in der australischen Sonne besonders schnell oder die Surfer stehen aufgrund der vollgesaugten, schweren Stiefel wie angetackert auf ihren Brettern. Ich war noch nie in Australien und kann keinen Surfer fragen. Das wäre mein nächstes Projekt. Wenn ihr möchtet, dass ich in Australien recherchiere (egal was), dann sagt Bescheid und ich teile euch meine Kontonummer mit. Irgendwie muss ja die Reise bezahlt werden. Kleiner Scherz – zurück zum Thema.

Kommt UGG von uggly und bedeutet hässlich?

UGG Boots werden manchmal auch Emus genannt und sind eine ganz perfide Modeerfindung, die in den Neunziger Jahren ihren Siegeszug von Australien über Amerika bis nach Europa antreten. Keiner weiß so recht warum, denn die von vornehmlich weiblichen Trägerinnen heißgeliebten Fußklumpen besitzen eine fatale Eigenschaft: Du kannst noch so hübsch aussehen und schick gekleidet sein – mit UGGs an den Füßen läufst du garantiert wie ein Bauerntrampel. Da hilft es auch nichts, wenn die Stiefel wie in den letzten Jahren mit Strass verziert sind oder durch Fransen aufgepeppt werden, damit sich sogar Girlies oder Cowgirls darin wohlfühlen. Tatsächlich werden solche Schuhe bereits seit 1920 von Schafzüchtern in Australien und Neuseeland hergestellt, jedoch vorwiegend als wärmende Hausschuhe genutzt. Weil in Down Under die Außentemperaturen äußerst selten unter Null Grad fallen, halten die Stiefel ewig und MUSSTEN irgendwann exportiert werden, um den Produktionsüberschuss loszuwerden 😉  Models und Promis sorgen dafür, dass auch völlig normale Mädchen dem Wahn verfallen, überteuerte braune oder beige Fußlappen als modisches Nonplusultra zu betrachten. UGG bedeutet übrigens nicht hässlich – es ist nur der Name der Herstellerfirma.

Original UGG oder Plagiat? Wen interessiert’s? Ich meine: die sind out!

Die Originale kosten an die 300 Euro, auch im Ausverkauf nicht unter 150 Euro (hab ich jedenfalls nicht gesehen, und ich schaue jetzt schon seit einer Woche aus reiner Neugier). Nachgemachte Exemplare mit Kunstfell gibt es bereits für lächerliche 20 Euro. Nee, bitte nicht. Dann kaufe ich doch lieber gleich Gummistiefel, die halten wenigstens die Nässe von den Füßen fern. Falsch gedacht, denn die gummierten Schweißfußgaranten bewegen sich mittlerweile in fast derselben Preisklasse. Inzwischen haben quietschbunte Gummistiefel die UGG Boots von den internationalen Laufstegen verdrängt und werden selbstbewusst sogar zum Abendkleid getragen. Aber mal im Ernst, Leute – man muss nicht wirklich jeden Modetrend mitmachen, oder?

Wer  mehr drüber lesen will, ich hab abgelacht (und ein paar Ausdrücke hier übernommen): http://www.welt.de/vermischtes/article110803834/Hurra-der-Ugg-Boot-ist-nun-endgueltig-out.html

Ikea Bettwäsche – oder nicht?

Ist Ikea-Sucht heilbar?

ikea erfahrungenLeute, kauft bei Ikea ein! Warum? Dort benehmen sich alle, wie in einer großen, fröhlichen Familie. Duzen ist Pflicht und nur mal gucken ist nicht drin. Ich habe tatsächlich noch keinen einzigen Menschen gesehen, der ein Ikea-Kaufhaus verlassen hat, ohne etwas gekauft zu haben. Manche Familien nutzen einen Besuch bei Ikea als Tagesausflug: Preiswert essen (Babynahrung gibt’s umsonst) und anschließend entspannt shoppen.

Na gut – unter entspannt stelle ich mir etwas anderes vor, als im Pulk durch die Gänge geschoben zu werden. Mein Freund Stefan liebt Ikea, deshalb weiß ich, wie es dort vor sich geht. Ich muss ja als Anhängsel immer mit, wenn mal wieder ein neuer Bettbezug oder eine superschicke Vase fällig ist (die ich regelmäßig fallen lasse). Ihr merkt schon, ich selbst bin kein wirklicher Freund der skandinavischen Möbelkette, obwohl ich ein großer Fan von Skandinavien bin.

Woran also könnte meine latente Abneigung gegen Möbel und Wohnaccessoires aus Schweden liegen? An der Ikea Bettwäsche! Selbstverständlich besitze ich welche (geschenkt bekommen). Da ich über genügend andere Bettwäsche verfüge, wandert diese erst einmal in den Schrank. Von den Problemen ahne ich da noch nichts. Ich habe ja auch kein Ikea-Bett.

Skandinavier haben komische Betten

ikea bettwaescheMein Freund hingegen besitzt ein Futonbett von Ikea mit einer Breite von 160 Zentimetern und durchgängiger Matratze. Als ich das erste Mal bei ihm bin, frage ich ihn, wo denn „sein“ Bett wäre. Auf dem Bett liegen zwar zwei Kopfkissen, aber nur eine Bettdecke, unwesentlich breiter als das Bett selbst. Meine erste beziehungstechnische Amtshandlung ist, das unpraktische Bettdeckenmonstrum gegen zwei meiner schönen Federbetten auszutauschen. Jetzt passt natürlich der Monster-Bettbezug nicht mehr.

Aber ich habe ja noch die Pakete mit der original verpackten Ikea Bettwäsche bei mir zu Hause im Schrank. Ihr ahnt es? Richtig: Deutsche Wertarbeit harmoniert nicht mit skandinavischer Lebensart, zumindest beim Bettzeug nicht. Die geschenkte Ikea Bettwäsche ist wunderschön, fühlt sich phantastisch an, ist bügelfrei und besitzt einen praktischen Reißverschluss statt Knöpfe.

Ikea Bettwäsche ist jedoch für deutsche Federbetten absolut ungeeignet! Die Kissenbezüge passen. Nur kann man sich mit Kissen nicht zudecken. Meine schönen Kuscheldecken verschwinden in den Bezügen, überall ist Stoff und Luft übrig.

Auf zu Ikea – aber ohne mich!

„Dein Bettzeug ist nicht richtig“, meint mein Freund. „Die blöde Ikea Bettwäsche ist falsch“, fauche ich. Tröstend streicht er mir über den Kopf (wie ich das hasse!) und verkündet, dass er neues Bettzeug kaufen will, bei Ikea natürlich. Ich wehre mich.

Das Ende vom Lied: Mein Bettzeug ist deutsch, steckt in schicker weißer Omabettwäsche mit Lochmuster und Wäscheknöpfen – sein Bettzeug ist von Ikea und steckt in Ikea Bettwäsche aus supergekämmter Satin-Baumwolle in superschicken Farben mit superpraktischem Reißverschluss. Nicht mal in der Waschmaschine vertragen sich die beiden unterschiedlichen Bezüge. Aber keine Sorge: Stefan und ich – wir vertragen uns prächtig.

Link: http://www.ikea.com/de/de/catalog/categories/departments/bedroom/10680/

Pallhuber Wein Online Shop

Kostenlose Psychotherapie mit Pallhuber

Pallhuber Weine online kaufenKlingeling! Ich höre schon am Klingelton, wer dran ist: „Hallihallo, ich wollte mich, wie versprochen, mal wieder melden. Wir haben diesmal ganz besonders tolle Weine im Angebot. Wie immer bekommen Sie eine Kiste von Ihrem Lieblingswein gratis. Sie waren doch bei der letzten Bestellung mit dem spanischen Rosé so sehr zufrieden …“ Die säuselnde Stimme raubt mir den letzten Nerv und wie immer ruft die Dame vom Weinservice Pallhuber zu einer völlig unpassenden Uhrzeit an.

Die erste und einzige Lieferung, die ich mir nach einer Weinverkostung habe aufschwatzen lassen, ist nicht von „letztens“, sondern bereits über ein Jahr her. Die Rechnung von mehreren hundert Euro zahle ich noch heute ab – und der gratis Rosé war zwar lecker, bescherte mir aber Migräneanfälle, wie ich sie noch nie in meinem Leben ertragen musste. „Nein, danke“, unterbreche ich den Redeschwall der freundlichen Verkaufsexpertin, will das Gespräch gerade ungalant unterbrechen, da lässt mich ein mitfühlendes „oh, was ist denn passiert?“ innehalten. Wann bekommt man schon mal jemanden frei Haus geliefert, der uneingeschränkt zuhört und noch dazu kostenlos – das Gespräch zahlt schließlich sie.

Ich erläutere der Dame all meine Gedanken zum Hier und Jetzt und zum Schluss schluchzt sie. Als ich abschließend frage, ob Pallhuber einen Wein Online Shop betreibt, ist sie völlig fassungslos. Ich wüsste doch, dass ihr Weinversand Wert auf persönliche Beratung und Betreuung legt.

Nicht falsch verstehen: Pallhuber hat echt gute Weine!

Natürlich weiß ich, dass Pallhuber seine Weine nicht online verkauft. Damit ist das Problem aus der Welt geschafft, und sie legt auf, nicht ohne vorher zu fragen, ob sie sich in einem halben Jahr nochmals melden dürfe. Klar, warum nicht. Vielleicht habe ich dann wieder Gesprächsbedarf. Wenn ihr jetzt denkt, ich wäre unfreundlich gewesen. Falsch! Ich bin ein sehr empathischer Mensch und zuletzt hatte ich sogar fast Mitleid mit der Frau.

Doch was soll ich bitte mit angeblichen Edelweinen für 9,60 Euro pro Flasche anfangen, die es in jedem Supermarkt für die Hälfte dieser Summe zu kaufen gibt? Ich trinke nur Schorle – halb und halb Wasser mit Weißwein, trocken, weiß! Dafür reicht der billigste Tafelwein. Je einfacher desto besser. Der Geschmack wirklich guter, hochwertiger Weine wird durch Mineralwasser verfälscht. Qualitätswein eignet sich nicht für Weinschorle. Ich habe auch eine Sorte gefunden, die bei mir nachweislich keine Kopfschmerzen verursacht: Soave für 1,50 Euro, erhältlich bei Netto und Marktkauf. Dafür brauche ich keinen teuren Weinhändler.

Trotzdem kenne ich mich mit guten Weinen aus, ich hatte schließlich jahrelang eine eigene Gaststätte: Gehobenes Essen, gehobene Getränke. Selbst einen Wein von Pallhuber hatte ich im Angebot, einen sehr guten. Inzwischen weiß ich auch, in welchem Online-Shop es die besten Weine günstig zu kaufen gibt – ich denke, günstiger als im Handel. Schließlich bin ich noch immer beratend tätig. Aber diese Erkenntnisse verrate ich euch beim nächsten Mal! Dafür reicht der Platz heute nicht aus.