Meine Erfahrungen, meine Welt

Beiträge mit Schlagwort ‘Design’

Sex-Spielzeug – ein erotischer Selbstest

Sex Toys sind versaut, schmutzig und unanständig!

Wer erzählt denn solch einen Quatsch?! Diese Überschrift ist mir tatsächlich letztens bei Facebook unter die Augen gekommen. Doch als ich näher darauf eingehen wollte, war der Beitrag verschwunden. Vermutlich wollte nur jemand provozieren. Es ist demjenigen gelungen, denn ich habe mir Gedanken gemacht und nachgeschaut, was für Sex-Spielzeuge ich im Nachtschrank (und in der Handtasche – ja tatsächlich!) aufbewahre, ob sie noch funktionieren, welche Sex-Toys ich noch gebrauchen könnte und dass es an der Zeit wäre, mal wieder eine Dildo-Party zu besuchen.

Delphin mit Orgasmusgarantie und Vibro-Ei für unterwegs

Hab ich natürlich längst. Mein Delphin-Vibrator ist Pink und bei dem Vibro-Ei ist die Farbe egal. Das wird intern – also innerlich – also in der Vagina getragen. Himmelherrgott, nennen wir doch die Dinge beim Namen! Wenn ich mir das Vibro-Ei (jetzt weiß ich auch die Farbe wieder: silberglänzend) in die Hummel schiebe und auf den Knopf drücke, vergesse ich, dass sich mein Freund kilometerweit weg auf einer Weiterbildung befindet.

Zwar könntet ihr den vibrierenden Lustspender tatsächlich auch unterwegs benutzen, doch das rate ich niemandem. Ihr werdet dermaßen spitz, dass ihr jedem x-beliebigen Kerl auf den Schoß hüpfen würdet. Die Stimulation ist so intensiv, dass mein Freund Stefan auf Viagra, amitamin, Euviril & Co. locker verzichten kann. Wieso? Weil er keine Hilfsmittel benötigt, wenn ich ihn (rollig wie ich dann bin) umgarne. Falls Stefan mal wieder nicht da ist, habe ich ja immer noch meinen zuverlässigen Delphin, der mir zielsichere Glücksmomente beschert, wenn ich Lust darauf habe. Denn das Beste ist: Der geile Tümmler findet garantiert den G-Punkt.

Keine Dildo-Party in Sicht? Das Internet hilft

Die Freundin einer Freundin (ich verrate euch jetzt aber keine Namen) hat im vorigen Jahr eine Dildo-Party veranstaltet – und ich war dabei! Momentan kann ich weder die Freundin noch die Freundin der Freundin erreichen und erfahre wohl nie, was es Neues auf dem Erotik-Markt gibt. Da kennt ihr mich aber schlecht! Wenn ich etwas will, bekomme ich es auch. Natürlich habe ich mich auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Das WWW bietet ja zahlreiche gut bestückte Erotik-Shops wie Beate Uhse und Orion.

Leider sind bei einigen Onlineshops die Beschreibungen so öde und langweilig, dass man meint, es würden Wasserhahn und Duschschlauch beschrieben. Echt, da schwindet beim Lesen die Lust! Anders bei diesem Schweizer Erotikshop, der nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Lesen Spaß macht. Die Beschreibungen sind extrem witzig und unterhaltsam – manchmal hat der Texter wohl einen Clown gefrühstückt. Die Fotos der Sex-Toys sind gestochen scharf und mit Zoom-Funktion bis ins kleinste Detail zu studieren. Ich habe übrigens ein neues Sex-Spielzeug gefunden, das nicht nur mir, sondern auch meinem Freund gefallen würde.  Verrate jetzt aber nicht, welches…

„Schatz, kommst du mal?“ 🙂

Ugg oder nicht? Hurra, es hat sich ausgeUGGt

ugg boots sind outUGG oder nicht UGG? Oder doch lieber richtige Schuhe? Fragt mich doch meine Freundin Bianca gestern, ob ich nicht mal was über Schuhe schreiben will. Ich gucke sie ganz entgeistert an und frage zurück: „Kennst du meinen Schuhschrank?“ Es ist ja nicht so, dass ich keine Schuhe habe, aber ich kann das Brimborium, das manche Mädels mit ihren Sneakern, High Heels, Pumps etc. anstellen, überhaupt nicht nachvollziehen. Gilt es eigentlich schon als krank, wenn man als Frau (so wie ich) nur fünf Paar Schuhe besitzt?

Leute kauft UGG Boots, die passen immer!

UGG – was? Ich musste erst mal googlen, um festzustellen, dass ich tatsächlich irgendwann solche Fellmonster an meinen Füßen durch die Welt getragen habe. Das ist schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich, dass die Stiefel zwar super bequem sind und die Zehen warmhalten, sich aber weder für Nässe noch für Schnee eignen. Winterschuhe, die nicht für den Winter bestimmt sind – klasse!

Dieses Paradoxon erklärt sich aus ihrer Herstellungsweise und vor allem, wo sie herkommen. UGG Boots stammen ursprünglich aus Australien und werden dort vorwiegend von Surfern getragen. Das ist noch eine Seltsamkeit, die ich nicht verstehe, denn die Stiefel bestehen aus wasserdurchlässigem Nubukleder und sind mit Lammfell gefüttert. Was macht bitte ein Surfer mit Fellstiefeln im Wasser? Vielleicht trocknen die Dinger in der australischen Sonne besonders schnell oder die Surfer stehen aufgrund der vollgesaugten, schweren Stiefel wie angetackert auf ihren Brettern. Ich war noch nie in Australien und kann keinen Surfer fragen. Das wäre mein nächstes Projekt. Wenn ihr möchtet, dass ich in Australien recherchiere (egal was), dann sagt Bescheid und ich teile euch meine Kontonummer mit. Irgendwie muss ja die Reise bezahlt werden. Kleiner Scherz – zurück zum Thema.

Kommt UGG von uggly und bedeutet hässlich?

UGG Boots werden manchmal auch Emus genannt und sind eine ganz perfide Modeerfindung, die in den Neunziger Jahren ihren Siegeszug von Australien über Amerika bis nach Europa antreten. Keiner weiß so recht warum, denn die von vornehmlich weiblichen Trägerinnen heißgeliebten Fußklumpen besitzen eine fatale Eigenschaft: Du kannst noch so hübsch aussehen und schick gekleidet sein – mit UGGs an den Füßen läufst du garantiert wie ein Bauerntrampel. Da hilft es auch nichts, wenn die Stiefel wie in den letzten Jahren mit Strass verziert sind oder durch Fransen aufgepeppt werden, damit sich sogar Girlies oder Cowgirls darin wohlfühlen. Tatsächlich werden solche Schuhe bereits seit 1920 von Schafzüchtern in Australien und Neuseeland hergestellt, jedoch vorwiegend als wärmende Hausschuhe genutzt. Weil in Down Under die Außentemperaturen äußerst selten unter Null Grad fallen, halten die Stiefel ewig und MUSSTEN irgendwann exportiert werden, um den Produktionsüberschuss loszuwerden 😉  Models und Promis sorgen dafür, dass auch völlig normale Mädchen dem Wahn verfallen, überteuerte braune oder beige Fußlappen als modisches Nonplusultra zu betrachten. UGG bedeutet übrigens nicht hässlich – es ist nur der Name der Herstellerfirma.

Original UGG oder Plagiat? Wen interessiert’s? Ich meine: die sind out!

Die Originale kosten an die 300 Euro, auch im Ausverkauf nicht unter 150 Euro (hab ich jedenfalls nicht gesehen, und ich schaue jetzt schon seit einer Woche aus reiner Neugier). Nachgemachte Exemplare mit Kunstfell gibt es bereits für lächerliche 20 Euro. Nee, bitte nicht. Dann kaufe ich doch lieber gleich Gummistiefel, die halten wenigstens die Nässe von den Füßen fern. Falsch gedacht, denn die gummierten Schweißfußgaranten bewegen sich mittlerweile in fast derselben Preisklasse. Inzwischen haben quietschbunte Gummistiefel die UGG Boots von den internationalen Laufstegen verdrängt und werden selbstbewusst sogar zum Abendkleid getragen. Aber mal im Ernst, Leute – man muss nicht wirklich jeden Modetrend mitmachen, oder?

Wer  mehr drüber lesen will, ich hab abgelacht (und ein paar Ausdrücke hier übernommen): http://www.welt.de/vermischtes/article110803834/Hurra-der-Ugg-Boot-ist-nun-endgueltig-out.html

Mein Brotbackautomat

Brotbackautomat: Highlight für die Küche oder überflüssiger Schnickschnack?

Test brotbackautomatTestberichte diverser (meist eingekaufter) Tester können nicht als hilfreich angesehen werden. Selbst die Stiftung Warentest ist sich bei der Qualität der zahlreich auf den Markt strömenden Brotbackautomaten nicht einig. Es sind ein paar gute bis mittelprächtige Produkte im Handel erhältlich, aber wirklich qualitative Überflieger existieren bei den Brotbackautomaten für den Heimgebrauch offenbar nicht.

Dabei kann ein guter Brotbackautomat, wie ihn meine Öko-Freundin fast täglich benutzt, wahre Wunder bewirken und mit der Zeit richtig Geld sparen – vorausgesetzt, das Gerät übersteht die Garantiephase. Denn allein der Duft von frisch gebackenem Brot begründet nicht die Anschaffung eines doch recht preisintensiven Brotbackautomaten. Aromatisches Brotbackaroma gibt es sicher längst aus der Spraydose, kreative Lebensmittelchemiker und olfaktorische Designer sind auf diesem Gebiet ja echt unschlagbar. Doch das ist ein anderes Thema.

Brotbackautomaten: Halten die Testsieger wirklich, was sie versprechen?

Ein neuer Test ist längst überfällig. Denn der Testsieger von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2005 mit dem klangvollen Namen „Unold Onyx“ versagt kläglich im Dauergebrauch, wie zahlreiche erboste Kundenmeinungen beweisen. Der Knethaken klemmt, der Keilriemen röhrt und das Brot selbst sieht keineswegs appetitlich aus.

Unter diesem optischem Makel ihres Backergebnisses leiden jedoch nahezu alle Brotbackautomaten für den Privathaushalt. Die ohnehin schon unattraktive Kastenform wird im Automaten beulig, die Kruste nicht krustig genug und das unvermeidbare „Knethakenloch“ an der Brotunterseite ist alles andere als schön. Ich selbst besitze einen Clatronic. Dieses Gerät gehört ebenfalls zu den Testsiegern.

Brotbackautomat von GermaticWie es aktuell funktioniert, weiß ich nicht, denn es steht seit Monaten in einer Kiste hinter dem Bett, dort stört es am wenigsten. Anfangs war ich begeistert: Brotbackmischung rein – Dosiermenge Wasser dazu – Backzeit einstellen – lecker! Die krumpelige Form störte mich nicht, das selbstgebackene Brot schmeckte phantastisch und war ruckzuck alle.

Nach nur kurzer Zeit waren jedoch die Bedienelemente abgegriffen und nicht mehr leserlich. Da ich (wie wohl die meisten Nutzer) keine Gebrauchsanleitung mehr besaß, konnte ich die Einstellung nur noch auf Verdacht vornehmen. Das Ergebnis: Ungenießbare Backwaren in zweifelhafter Optik. Die Brote waren entweder zu hart oder nicht durch. Der Knethaken funktionierte allerdings bei diesem Exemplar bis zuletzt ohne Probleme. Dafür ein „Daumen hoch“.

Grundlagenforschung: Duftend frisches Brot auch ohne Brotbackautomat?

Germatic BrotbackautomatDiese Frage ist denkbar einfach zu beantworten: Gehen Sie zum Bäcker! Die meisten Bäcker haben auch am Wochenende geöffnet, so dass niemand auf frisches Brot und knackige Brötchen verzichten muss.Die 50-80 Euro für einen Brotbackautomaten haben Sie sich dadurch gespart.

Ihr Bäcker ist an Sonntagen zu Fuß nicht erreichbar oder sie schlafen gern aus, so dass Sie gegen 10.00 Uhr morgens den letzten Brotlaiben nur noch sehnsüchtig hinterher schauen können? Dann ist ein Brotbackautomat vielleicht doch genau der richtige Küchenhelfer für Sie.

Aktuell die Nase vorn haben Brotbackautomaten von Otto: Panasonic, Krupps und BEEM. Pro und Kontra hält sich bei diesen Marken in etwa die Waage. Wenn sie gut backen, sind sie laut. Sind sie leise, ist die Kruste Mist und so weiter. Langzeittestergebnisse fehlen nach wie vor.

Meine Ökofreundin kann diese Meckerei gar nicht nachvollziehen. Sie besitzt einen Brotbackautomaten von Germatic (testmäßig ganz weit hinten) und backt damit seit über drei Jahren täglich. Ich habe das Brot gegessen – es schmeckt. Das nenne ich mal ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Alessi Alessi Alessi – ich bin crazy :-)

Alessi EntsafterIch will alles von Alessi haben, auch wenn ich teilweise gar nicht weiß, wofür die Produkte zu gebrauchen sind. Macht nichts – ein Küchenaccessoire von Alessi ist sogar als stylische Dekoration fürs Wohnzimmer perfekt. Ich kann ja behaupten, es wäre so gewollt. Meine Begeisterung für Alessi hat einen Ursprung: Ich liebe alles aus Edelstahl. Na gut, außer bei normalen Kochtöpfen, da hält sich die Liebe in Grenzen und weicht eher praktischen Gesichtspunkten.

Doch als ich das erste Mal dieses futuristische Teil von Alessi gesehen habe, war ich hin und weg. Dabei ist das nur eine Zitronenpresse, aber was für eine! Sie sieht aus wie ein glänzender Sputnik, der jeden Moment abhebt. Und das Beste: Die Alessi-Zitronenpresse funktioniert perfekt. Du brauchst die halbierte Zitrone nur draufzuwerfen und sie presst sich fast von allein aus. Die legendäre Zitronenpresse wurde von Philippe Starck entworfen und nennt sich „Juicy Salif“.

Überhaupt tummeln sich bekannte und geniale Designer und Architekten an den Reißbrettern der italienischen Design-Schmiede. Der Sohn des Firmengründers heimst alljährlich Preise ohne Ende ein. Die Entwickler reißen sich darum, bei Alessi arbeiten zu dürfen und nutzen das Unternehmen als Sprungbrett.

„Gutes Design ist für die Ewigkeit“ (Alberto Alessi)

Alessi il conicoDie Werkstuben von Alessi werden nicht ohne Grund „Traumfabrik“ genannt. Seit 1921 lautet der Anspruch von Alessi: Alles aus Metall und von höchster Qualität. Die Grundformen der Küchenutensilien sind eckig und/oder stapelbar und vom Bauhaus-Stil inspiriert. Schüssel, Schalen, Behälter – alles aus Edelstahl.

Ein Klassiker ist auch der Windascher im Bauhausdesign. Ich besitze einen! Ansonsten sind alle Produkte von Alessi einzigartig, haben einen experimentellen, verspielten Charakter und sind oft auch limitiert. Zum Benutzen eigentlich viel zu schade. Ältere Modelle sind fast unbezahlbar und haben einen hohen Sammlerwert.

Wenn Du Glück hast, findest Du eine originale Alessi-Zitronenpresse von 1965 bei ebay für mehrere hundert Euro. Also, doch nur etwas für Träumer? Nein, denn einen Brotkorb aus Metalldrahtsplittern kannst Du schon für schlappe 65 Euro bei Amazon kaufen. Guckst Du hier: Drahtsplitterkorb. Sieht das Teil nicht spitzenmäßig aus?!

Alessi-Produkte kannst Du glatt vererben!

Alessi ObstkorbDie Zitronenpresse gibt es übrigens als Neuauflage schon für knapp 60 Euro. Aber ich habe einen Orangenschäler von Alessi entdeckt, der kostet nur 18 Euro und sieht aus wie eine Skulptur. Muss ich haben! Kaffeemaschinen von Alessi sind keine Maschinen, sondern klassische Pressfilterhandgeräte. Schick und edel und teuer. Bodum hat garantiert bei Alessi abgeguckt! Inzwischen gibt es längst Porzellan und Plastikartikel im Alessi-Design. Das ist nichts für mich, denn es muss glänzen!

Alessi Zitruskorb

Alessi Zitruskorb

Auch Seifenspender und bunte Badartikel mag ich nicht. Die sind zwar etwas preiswerter, aber ich liebe nun mal den edlen Look von glänzendem Stahl. Meine Lieblingsstücke sind ja der Alessi-Wasserkessel für 110 Euro und das Sieb und vielleicht noch die Eieruhr? Am besten alles zusammen. Da muss ich allerdings noch etwas sparen.