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Waffeleisen: Hab ich einen an der Waffel?

Waffeleisen? Du hast doch einen an der Waffel!

Tatsächlich – diesen Spruch muss ich mir gelegentlich anhören, wenn ich meine Mitbürger und meinen Freund mal wieder mit kreativem Verhalten oder unorthodoxen Äußerungen überrasche. Ich finde mich selbst ja völlig in Ordnung. Normal bedeutet langweilig, ebenso wie – nett. Dann habe ich lieber einen an der Waffel! Grund genug, um über mein Uralt-Waffeleisen zu berichten, welches so alt ist, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich es mal gekauft habe und was es gekostet hat.

Es ist schwarz – überall. Also auch da, wo es eigentlich silberfarben sein sollte. Aber es funktioniert immer noch und bäckt leckere Waffeln, wann immer mein Neffe und ich Lust darauf haben.

Wer jetzt neugierig auf die Marke ist, den muss ich enttäuschen. Die Markenbezeichnung ist nämlich nirgends mehr zu erkennen. Weil ich aber versprochen habe, bald ein Waffeleisen zu kaufen, das schöner aussieht und womöglich schneller Waffeln produziert, habe ich mich mal umgesehen und die neuesten Produkte einem kritischen Test unterzogen.

Für 200 Euro Waffeln backen – nicht mit mir!

Ein Waffeleisen gehört nicht zu den technischen Geräten, die mit besonders schickem Design die Küche schmücken sollen oder auf einem Thron präsentiert werden. Kaffeemaschinen dürfen ruhig etwas mehr kosten, wenn sie gut aussehen UND perfekt funktionieren. Aber ein Waffeleisen verschwindet nach der Benutzung im Schrank. Oder ist das bei euch anders? Jedenfalls bin ich über die gravierenden Preisunterschiede ziemlich erschrocken. Das teuerste Waffeleisen im Test kostet knapp 200 Euro und stammt von Krups.

Es soll sogar echte belgische Waffeleisen für 1.000 € geben, die das Backgut automatisch wenden und wahrscheinlich beim Backen auch noch streicheln. Ich habe keine Ahnung, ob die Waffeln danach vergoldet sind. Ich werde es auch nicht herausfinden, denn ich habe nicht vor, mit solchem Wucher die schwächelnde europäische Wirtschaft anzukurbeln. Außerdem habe ich keine Lust, mich die nächsten zwanzig Jahre nur noch von Waffeln zu ernähren, damit sich die Anschaffungskosten amortisieren. Zwei Geräte sollten für einen guten Vergleich reichen, also mache ich mich auf den Weg durchs Netz.

Auf zum fröhlichen Draufloswaffeln!

Ins Auge gefasst habe ich schließlich das Waffeleisen Clatronic 261635 WA 3169 für billige 22 Euro sowie das teurere Doppelwaffeleisen Cloer 1329 für knapp 90 Euro. Mit beiden können zwei blumige Waffeln gleichzeitig gebacken werden. Es gibt auch preiswerte Geräte für nur eine einzige Waffel, aber damit wird man ja nie fertig. Mit Clatronic habe ich bei anderen Haushaltsgeräten schon Erfahrungen gesammelt, Cloer kenne ich gar nicht.

Beide Eisen sehen sich sehr ähnlich, das der Marke Cloer wirkt jedoch stabiler und edler. Das ist auch kein Wunder, denn hier besteht das Gehäuse aus mattiertem Edelstahl in schwerer Ausführung. Wie Ihr wisst, liebe ich alles aus Edelstahl (siehe Alessi) und bin schon allein aus diesem Grund restlos begeistert. Das Waffeleisen von Clatronic besteht aus Edelstahlblech und wird extrem heiß. Außerdem scheint die Antihaftbeschichtung minderwertig zu sein, denn die Waffeln bleiben bereits beim zweiten Backvorgang kleben und müssen mit dem Holzspatel gelöst werden. Beim Cloer 1329 klebt nichts und das Gehäuse wird auch nicht zu heiß. Außerdem bekommen die Waffeln eine schöne, gleichmäßig goldbraune Farbe.

Mein Fazit: Bessere Qualität zum höheren Preis

Oder anders gesagt: Wer billig kauft, kauft meistens teurer. Denn er kauft dann zwai mal, erst billig und dann was ordentliches. Wer vermeintlich sparen will und bereit ist, Topflappen zu benutzen, nimmt das billige Gerät von Clatronic. Das Waffeleisen Cloer 1329 sieht jedoch besser aus, wirkt robuster und produziert schmackhafte Waffeln, die nicht ankleben. Wählt selbst!

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