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iPad oder Kindle

Bücher lesen: Papier oder Monitor?

ipad weissDie Werbung vom iPad ist sensationell und verspricht wahre Wunder. Apropos „verspricht“: Ja, ES spricht sogar! Oder verwechsle ich das jetzt mit dem iPod? Jedenfalls möchte ich nicht mit einem Gerät kommunizieren und habe mich deshalb entschieden, den Kindle zu kaufen bzw. mir dieses Zauberwerk der modernen Technik schenken zu lassen.

Ich benötige solch einen Tablet-Computer sowieso nur, um Bücher zu lesen, maximal noch, um dabei leise Musik zu hören. Für alles andere sitze ich lieber aufrecht auf meinem ergonomisch geformten Schreibtischstuhl vor meinem PC mit Flatscreen-Monitor. Absolut brillentauglich – ich meine damit, dass ich seit etwa einem Jahr keine Brille mehr benötige, wenn ich am Computer arbeite.

Als ich dieses Phänomen kürzlich stolz meiner Optikerin berichtete und eigentlich eine Bestätigung von ihr wollte, dass meine Augen ganz von allein besser geworden sind, meinte sie: „Nö, das liegt am Alter, das ist bei Weitsichtigen normal.“ Wusch! Immerhin traute ich mich trotzdem zu fragen, was besser wäre: Bücher im Original oder am E-Reader zu lesen? „Bücher.“

Besonders gesprächig ist meine Optikerin nicht. Als ich ihr erklärte, dass ich keinen Platz mehr in meinen Bücherregalen hätte und die Bücher sich schon auf dem Boden stapeln, sagte sie kurz und knapp: „Kindle.“ Na, das ist doch mal ein Wort!

Kindle seit 2012 berührungsempfindlich

Touch-Screen ist was Feines. Dieses bequeme Bedienelement kostet nur unwesentlich mehr als der normale Kindle, nämlich etwa 130 Euro bei Amazon. Das finde ich im Vergleich mit dem iPad von Apple extrem günstig und völlig ausreichend, um virtuelle Bücher zu lesen.

Den E-Book-Reader Kindle gibt es übrigens erst seit letztem Jahr in einer deutschen Benutzerversion. Davor musste der Nutzer unbedingt englisch können. Das iPad ist zwar etwas fortschrittlicher, hat einen minimal größeren Monitor und Du kannst damit auch schreiben, im Internet surfen und Videokonferenzen abhalten. Außerdem kann das Teil sogar Fotos knipsen und bearbeiten, was der Kindle nicht kann, weil die Kamera fehlt. Dafür ist der iPad mit Preisen zwischen 400 Euro und 800 Euro auch deutlich teurer!

Kindle 3Der Bildschirm des Kindle liest sich angeblich wie echtes Papier. Ich habe das mal bei einem Freund getestet und es stimmt! Außerdem liegt das Gerät gut in der Hand, ist extrem leicht und dünn und speichert nahezu unendlich viele Bücher. Um genau zu sein: 3.500 Bücher. Soviel lese ich im ganzen Leben nicht! Könnte ich mir auch gar nicht leisten. Denn eines habe ich nicht bedacht: Die virtuellen Bücher kosten extra! Du kannst zwar die ersten paar Seiten gratis lesen (das ist nützlich, um zu wissen, ob einem der Inhalt überhaupt gefällt), doch dann musst Du das Buch kaufen, bevor Du es mittels WLAN herunterladen darfst.

Verdammt: Die Bücher kosten extra!

Wie kann man nur derart naiv sein?! Das ist aber alles halb so wild: Die Kosten für solch ein E-Book liegen etwa im Bereich eines herkömmlichen Taschenbuches. Wirklich sparen beim Bücherkauf kannst Du somit zwar nicht, dafür liegen aber auch keine ausgelesenen Bücher mehr in der Wohnung herum. Damit ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich einen Kindle zuzulegen, um immer und überall lesen zu können.