Meine Erfahrungen, meine Welt

Archiv für die Kategorie ‘Zu Hause’

Leckere Nudelsoßen aus dem 3-D-Drucker

bertolli nudelsosseIhr habt richtig gelesen! Eigentlich wollte ich über Fertig-Soßen aus dem Supermarkt schreiben. Doch bevor ich mich zum eigentlichen Thema äußere, muss ich euch erzählen, was ich heute in der BILD gelesen habe. Es geht um eine wissenschaftliche Prognose, welche technischen Innovationen wir Menschen in zehn Jahren zu erwarten haben. Gesprächspartner ist ein renommierter Wissenschaftler, und zwar einer der Top-Trendforscher auf der diesjährigen Leipziger Wirtschaftsinformatik-Messe. Wer BILD kennt, weiß, dass solche Ausführungen ernst gemeint sind und Otto-Normalbürger diese auch glaubt.

Nein, der Wissenschaftler berichtet nicht von Nudelsoßen, die von selbst auf die Spaghettis fließen und ohne zu kochen heiß werden – es wird viel abenteuerlicher! Denn in zehn Jahren soll es zum Beispiel den Fernseher nicht mehr als Gerät geben, weil er in Tapeten integriert wird. Das wäre noch nachvollziehbar und durchaus im Rahmen des Möglichen. Aber jetzt kommt’s – wortwörtlich: „Spezielle 3-D-Drucker ermöglichen die Produktion von Dingen – ob Teller oder Kleid.“ Während ich diese Textpassage meinem Freund vorlese, muss ich mir so oft an die Stirn klatschen, dass dort immer noch ein roter Fleck zu sehen ist.

Wieso sind die Entwickler nicht schon viel früher darauf gekommen?! Schuhe kaputt – zack, Drucker an. Teller runtergefallen? Macht nix, drucken wir uns schnell einen neuen und den Kochtopf gleich mit dazu. Und wie sieht es mit den dazugehörigen Nudelsoßen aus? Ach, dafür gibt es bestimmt eine Spezialdüse am 3-D-Drucker! Ich weiß nicht, ob die Tränen, die mir hartnäckig in den Augenwinkeln sitzen, vom Lachen oder vom Weinen herrühren. Ehrlich gesagt, habe ich sogar auf das Datum der Zeitung schauen müssen, um festzustellen, dass noch lange nicht der 1. April ist.

Nudelsoßen von Bertolli, Miracoli & Co. – eine Alternative zum selbst Kochen?

Jetzt bin ich in der Zwickmühle und weiß nicht, wie ich die Überleitung schreiben soll. Dabei war ich extra heute bei REWE und NETTO und habe mir in den Regalen die Gläser mit Nudelsoßen angeschaut. Tomatensoße mit Basilikum von Bertolli ist aktuell im Angebot für 0,99 Euro. Der Glasinhalt reicht für zwei Personen und sieht aus wie Tomatensoße. Damit haben die Soßen in den Gläsern einen gewaltigen Vorteil gegenüber den Soßen im Tetrapack: Ich sehe, was drin ist. Allerdings beanspruchen Gläser mehr Platz – sowohl im Regal als auch im Müll.

Der Geschmackstest zu Hause überzeugt ebenfalls. Die Tomatensoße schmeckt fruchtig, würzig und fast wie selbstgekocht. Gut gefällt mir die Konsistenz, wodurch die Soße prima an den Nudeln haftet und kein Wasser „ausschwitzt“. Bolognese-Soße der gleichen Marke fällt allerdings gnadenlos durch. Das Hackfleisch ist extrem krümelig, grau und nahezu geschmacksneutral. Diese Soße koche ich beim nächsten Mal lieber wieder selbst. Außerdem muss ich die ganze Zeit an diesen 3-Drucker denken und befürchte fast, dass die interaktive Soßenproduktion bereits begonnen hat. 😉

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Waffeleisen: Hab ich einen an der Waffel?

Waffeleisen? Du hast doch einen an der Waffel!

Tatsächlich – diesen Spruch muss ich mir gelegentlich anhören, wenn ich meine Mitbürger und meinen Freund mal wieder mit kreativem Verhalten oder unorthodoxen Äußerungen überrasche. Ich finde mich selbst ja völlig in Ordnung. Normal bedeutet langweilig, ebenso wie – nett. Dann habe ich lieber einen an der Waffel! Grund genug, um über mein Uralt-Waffeleisen zu berichten, welches so alt ist, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich es mal gekauft habe und was es gekostet hat.

Es ist schwarz – überall. Also auch da, wo es eigentlich silberfarben sein sollte. Aber es funktioniert immer noch und bäckt leckere Waffeln, wann immer mein Neffe und ich Lust darauf haben.

Wer jetzt neugierig auf die Marke ist, den muss ich enttäuschen. Die Markenbezeichnung ist nämlich nirgends mehr zu erkennen. Weil ich aber versprochen habe, bald ein Waffeleisen zu kaufen, das schöner aussieht und womöglich schneller Waffeln produziert, habe ich mich mal umgesehen und die neuesten Produkte einem kritischen Test unterzogen.

Für 200 Euro Waffeln backen – nicht mit mir!

Ein Waffeleisen gehört nicht zu den technischen Geräten, die mit besonders schickem Design die Küche schmücken sollen oder auf einem Thron präsentiert werden. Kaffeemaschinen dürfen ruhig etwas mehr kosten, wenn sie gut aussehen UND perfekt funktionieren. Aber ein Waffeleisen verschwindet nach der Benutzung im Schrank. Oder ist das bei euch anders? Jedenfalls bin ich über die gravierenden Preisunterschiede ziemlich erschrocken. Das teuerste Waffeleisen im Test kostet knapp 200 Euro und stammt von Krups.

Es soll sogar echte belgische Waffeleisen für 1.000 € geben, die das Backgut automatisch wenden und wahrscheinlich beim Backen auch noch streicheln. Ich habe keine Ahnung, ob die Waffeln danach vergoldet sind. Ich werde es auch nicht herausfinden, denn ich habe nicht vor, mit solchem Wucher die schwächelnde europäische Wirtschaft anzukurbeln. Außerdem habe ich keine Lust, mich die nächsten zwanzig Jahre nur noch von Waffeln zu ernähren, damit sich die Anschaffungskosten amortisieren. Zwei Geräte sollten für einen guten Vergleich reichen, also mache ich mich auf den Weg durchs Netz.

Auf zum fröhlichen Draufloswaffeln!

Ins Auge gefasst habe ich schließlich das Waffeleisen Clatronic 261635 WA 3169 für billige 22 Euro sowie das teurere Doppelwaffeleisen Cloer 1329 für knapp 90 Euro. Mit beiden können zwei blumige Waffeln gleichzeitig gebacken werden. Es gibt auch preiswerte Geräte für nur eine einzige Waffel, aber damit wird man ja nie fertig. Mit Clatronic habe ich bei anderen Haushaltsgeräten schon Erfahrungen gesammelt, Cloer kenne ich gar nicht.

Beide Eisen sehen sich sehr ähnlich, das der Marke Cloer wirkt jedoch stabiler und edler. Das ist auch kein Wunder, denn hier besteht das Gehäuse aus mattiertem Edelstahl in schwerer Ausführung. Wie Ihr wisst, liebe ich alles aus Edelstahl (siehe Alessi) und bin schon allein aus diesem Grund restlos begeistert. Das Waffeleisen von Clatronic besteht aus Edelstahlblech und wird extrem heiß. Außerdem scheint die Antihaftbeschichtung minderwertig zu sein, denn die Waffeln bleiben bereits beim zweiten Backvorgang kleben und müssen mit dem Holzspatel gelöst werden. Beim Cloer 1329 klebt nichts und das Gehäuse wird auch nicht zu heiß. Außerdem bekommen die Waffeln eine schöne, gleichmäßig goldbraune Farbe.

Mein Fazit: Bessere Qualität zum höheren Preis

Oder anders gesagt: Wer billig kauft, kauft meistens teurer. Denn er kauft dann zwai mal, erst billig und dann was ordentliches. Wer vermeintlich sparen will und bereit ist, Topflappen zu benutzen, nimmt das billige Gerät von Clatronic. Das Waffeleisen Cloer 1329 sieht jedoch besser aus, wirkt robuster und produziert schmackhafte Waffeln, die nicht ankleben. Wählt selbst!

Der Junge, der Träume schenkte

Vor kurzem berichtete ich über den Kindle. Nun habe ich zu Weihnachten einige E-Books geschenkt bekommen, die ich eigentlich für den Urlaub aufheben wollte. Ein Reader ist schließlich genau dafür gedacht, dass nicht kiloweise Bücher im Reisegepäck mitgeschleppt werden müssen. Leider habe ich kein einziges „richtiges“ Buch bekommen! Alle meine Freunde wissen, dass meine Bücherregale zum Bersten voll sind. Hallo?! Obendrauf wäre aber noch reichlich Platz gewesen! Die Feiertage sind lang, das Fernsehprogramm ist öde und ich will lesen.

Sado Maso oder gehobene Literatur – eine schwere Entscheidung

Zur Auswahl stehen „Shades of Grey“ von E.L. James, „Jesus liebt mich“ von David Safier und „Der Junge, der Träume schenkte“ von Luca Di Fulvio.

Der Softporno der jungfräulichen Möchtegern-Domina fällt gleich unten durch. Dieses Geschenk ist wohl ein schlechter Scherz meines Freundes, der ganz genau weiß, was ich von dilettantischen Versuchen halte, unbedarften Hausfrauen den Sinn von BDSM zu erklären. Ehrlich, da ist das wahre Leben interessanter. Schaut euch einfach mal auf Joyclub um, Anmeldung ist kostenlos…

Mit „Shades of Grey“ bekommt er demnächst den Hintern versohlt. Mist – das geht ja gar nicht! Das hält mein Kindle nicht aus. Echte Bücher sind für spezielle Vorhaben eben doch besser geeignet. Wahrscheinlich hat er es darauf angelegt.

Doch zurück zum Thema: „Jesus liebt mich“ erscheint mir zu dünn. Das ist jetzt wirklich lustig, denn Bücher im Kindle sind immer gleich dick. Ich meine also: Das Buch hat zu wenig Lesestoff, denn ich will ausgiebig schmökern. Also entscheide ich mich für „Der Junge, der Träume schenkte“. Das Buch wird im Klappentext (oder wie man das bei einem E-Book nennt) als „pralles Feuilleton der New Yorker 20er Jahre“, als episches Meisterwerk und fesselnder Spitzenroman angepriesen, außerdem wird der Autor mit Charles Dickens verglichen. Ich bin gespannt und lege los.

Der Junge, der Träume schenkte“: Albtraumgefahr oder traumhaft?

Dummerweise habe ich die miesen Rezensionen bei Amazon gelesen, bevor ich angefangen haben, diesen Bericht zu schreiben. Das macht aber nichts. 120 absolut schlechten Meinungen über das Buch stehen nämlich etwa 380 gute Meinungen gegenüber (bei „Shades of Grey“ ist es, glaube ich, umgekehrt). Und was soll ich Euch sagen – mir hat der Traumjunge ausnehmend gut gefallen! Ich habe die 780 Seiten (bzw. 956 KB) in anderthalb Tagen durchgelesen. Wenn mich ein Roman fesselt, dann kann ich ihn nicht mehr aus der Hand legen. Ein gut geschriebenes Buch ist wie ein guter Film.

Der Junge der Träume schenkte

Die Handlung im Schnelldurchlauf: Ein kleiner Junge wandert mit seiner Mutter vom ländlichen Italien nach Amerika aus. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen, obwohl sie als erfolgreiche Prostituierte arbeitet. Er gründet eine Gang (diese Episode ist wirklich niedlich und berührend), gerät kurzzeitig auf die schiefe Bahn, steigt dann zum Radiomoderator auf und findet seine große Liebe wieder. Dieses Mädchen hat er, ziemlich zu Beginn der Story, nach einer Vergewaltigung vor dem sicheren Tod gerettet. Das Buch enthält ein paar brutale Szenen, ziemlich viel Sex und einige langatmige Passagen.

Mein Fazit: Lesen!

Der Anfang beginnt furios. Die Geschichte über Sex und Gewalt, Armut und Liebe reißt mich bis zum zweiten Drittel atemlos mit. Ich will unbedingt wissen, wie es mit dem blonden Möchtegerngangster, der natürlich ein herzensguter Junge ist, weitergeht. Das Ende lahmt etwas, wahrscheinlich saß dem Autor der Verleger im Nacken und das Buch musste schnell fertig werden. Aber in seiner Gesamtheit hat mich „Der Junge, der Träume schenkte“ berührt, gefesselt und ausgezeichnet unterhalten.

Kaufen! Unten die Titel direkt mit amazon links:

Der Junge, der Träume schenkte

Jesus liebt mich

Shades of Grey

Ikea Bettwäsche – oder nicht?

Ist Ikea-Sucht heilbar?

ikea erfahrungenLeute, kauft bei Ikea ein! Warum? Dort benehmen sich alle, wie in einer großen, fröhlichen Familie. Duzen ist Pflicht und nur mal gucken ist nicht drin. Ich habe tatsächlich noch keinen einzigen Menschen gesehen, der ein Ikea-Kaufhaus verlassen hat, ohne etwas gekauft zu haben. Manche Familien nutzen einen Besuch bei Ikea als Tagesausflug: Preiswert essen (Babynahrung gibt’s umsonst) und anschließend entspannt shoppen.

Na gut – unter entspannt stelle ich mir etwas anderes vor, als im Pulk durch die Gänge geschoben zu werden. Mein Freund Stefan liebt Ikea, deshalb weiß ich, wie es dort vor sich geht. Ich muss ja als Anhängsel immer mit, wenn mal wieder ein neuer Bettbezug oder eine superschicke Vase fällig ist (die ich regelmäßig fallen lasse). Ihr merkt schon, ich selbst bin kein wirklicher Freund der skandinavischen Möbelkette, obwohl ich ein großer Fan von Skandinavien bin.

Woran also könnte meine latente Abneigung gegen Möbel und Wohnaccessoires aus Schweden liegen? An der Ikea Bettwäsche! Selbstverständlich besitze ich welche (geschenkt bekommen). Da ich über genügend andere Bettwäsche verfüge, wandert diese erst einmal in den Schrank. Von den Problemen ahne ich da noch nichts. Ich habe ja auch kein Ikea-Bett.

Skandinavier haben komische Betten

ikea bettwaescheMein Freund hingegen besitzt ein Futonbett von Ikea mit einer Breite von 160 Zentimetern und durchgängiger Matratze. Als ich das erste Mal bei ihm bin, frage ich ihn, wo denn „sein“ Bett wäre. Auf dem Bett liegen zwar zwei Kopfkissen, aber nur eine Bettdecke, unwesentlich breiter als das Bett selbst. Meine erste beziehungstechnische Amtshandlung ist, das unpraktische Bettdeckenmonstrum gegen zwei meiner schönen Federbetten auszutauschen. Jetzt passt natürlich der Monster-Bettbezug nicht mehr.

Aber ich habe ja noch die Pakete mit der original verpackten Ikea Bettwäsche bei mir zu Hause im Schrank. Ihr ahnt es? Richtig: Deutsche Wertarbeit harmoniert nicht mit skandinavischer Lebensart, zumindest beim Bettzeug nicht. Die geschenkte Ikea Bettwäsche ist wunderschön, fühlt sich phantastisch an, ist bügelfrei und besitzt einen praktischen Reißverschluss statt Knöpfe.

Ikea Bettwäsche ist jedoch für deutsche Federbetten absolut ungeeignet! Die Kissenbezüge passen. Nur kann man sich mit Kissen nicht zudecken. Meine schönen Kuscheldecken verschwinden in den Bezügen, überall ist Stoff und Luft übrig.

Auf zu Ikea – aber ohne mich!

„Dein Bettzeug ist nicht richtig“, meint mein Freund. „Die blöde Ikea Bettwäsche ist falsch“, fauche ich. Tröstend streicht er mir über den Kopf (wie ich das hasse!) und verkündet, dass er neues Bettzeug kaufen will, bei Ikea natürlich. Ich wehre mich.

Das Ende vom Lied: Mein Bettzeug ist deutsch, steckt in schicker weißer Omabettwäsche mit Lochmuster und Wäscheknöpfen – sein Bettzeug ist von Ikea und steckt in Ikea Bettwäsche aus supergekämmter Satin-Baumwolle in superschicken Farben mit superpraktischem Reißverschluss. Nicht mal in der Waschmaschine vertragen sich die beiden unterschiedlichen Bezüge. Aber keine Sorge: Stefan und ich – wir vertragen uns prächtig.

Link: http://www.ikea.com/de/de/catalog/categories/departments/bedroom/10680/

Mein Brotbackautomat

Brotbackautomat: Highlight für die Küche oder überflüssiger Schnickschnack?

Test brotbackautomatTestberichte diverser (meist eingekaufter) Tester können nicht als hilfreich angesehen werden. Selbst die Stiftung Warentest ist sich bei der Qualität der zahlreich auf den Markt strömenden Brotbackautomaten nicht einig. Es sind ein paar gute bis mittelprächtige Produkte im Handel erhältlich, aber wirklich qualitative Überflieger existieren bei den Brotbackautomaten für den Heimgebrauch offenbar nicht.

Dabei kann ein guter Brotbackautomat, wie ihn meine Öko-Freundin fast täglich benutzt, wahre Wunder bewirken und mit der Zeit richtig Geld sparen – vorausgesetzt, das Gerät übersteht die Garantiephase. Denn allein der Duft von frisch gebackenem Brot begründet nicht die Anschaffung eines doch recht preisintensiven Brotbackautomaten. Aromatisches Brotbackaroma gibt es sicher längst aus der Spraydose, kreative Lebensmittelchemiker und olfaktorische Designer sind auf diesem Gebiet ja echt unschlagbar. Doch das ist ein anderes Thema.

Brotbackautomaten: Halten die Testsieger wirklich, was sie versprechen?

Ein neuer Test ist längst überfällig. Denn der Testsieger von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2005 mit dem klangvollen Namen „Unold Onyx“ versagt kläglich im Dauergebrauch, wie zahlreiche erboste Kundenmeinungen beweisen. Der Knethaken klemmt, der Keilriemen röhrt und das Brot selbst sieht keineswegs appetitlich aus.

Unter diesem optischem Makel ihres Backergebnisses leiden jedoch nahezu alle Brotbackautomaten für den Privathaushalt. Die ohnehin schon unattraktive Kastenform wird im Automaten beulig, die Kruste nicht krustig genug und das unvermeidbare „Knethakenloch“ an der Brotunterseite ist alles andere als schön. Ich selbst besitze einen Clatronic. Dieses Gerät gehört ebenfalls zu den Testsiegern.

Brotbackautomat von GermaticWie es aktuell funktioniert, weiß ich nicht, denn es steht seit Monaten in einer Kiste hinter dem Bett, dort stört es am wenigsten. Anfangs war ich begeistert: Brotbackmischung rein – Dosiermenge Wasser dazu – Backzeit einstellen – lecker! Die krumpelige Form störte mich nicht, das selbstgebackene Brot schmeckte phantastisch und war ruckzuck alle.

Nach nur kurzer Zeit waren jedoch die Bedienelemente abgegriffen und nicht mehr leserlich. Da ich (wie wohl die meisten Nutzer) keine Gebrauchsanleitung mehr besaß, konnte ich die Einstellung nur noch auf Verdacht vornehmen. Das Ergebnis: Ungenießbare Backwaren in zweifelhafter Optik. Die Brote waren entweder zu hart oder nicht durch. Der Knethaken funktionierte allerdings bei diesem Exemplar bis zuletzt ohne Probleme. Dafür ein „Daumen hoch“.

Grundlagenforschung: Duftend frisches Brot auch ohne Brotbackautomat?

Germatic BrotbackautomatDiese Frage ist denkbar einfach zu beantworten: Gehen Sie zum Bäcker! Die meisten Bäcker haben auch am Wochenende geöffnet, so dass niemand auf frisches Brot und knackige Brötchen verzichten muss.Die 50-80 Euro für einen Brotbackautomaten haben Sie sich dadurch gespart.

Ihr Bäcker ist an Sonntagen zu Fuß nicht erreichbar oder sie schlafen gern aus, so dass Sie gegen 10.00 Uhr morgens den letzten Brotlaiben nur noch sehnsüchtig hinterher schauen können? Dann ist ein Brotbackautomat vielleicht doch genau der richtige Küchenhelfer für Sie.

Aktuell die Nase vorn haben Brotbackautomaten von Otto: Panasonic, Krupps und BEEM. Pro und Kontra hält sich bei diesen Marken in etwa die Waage. Wenn sie gut backen, sind sie laut. Sind sie leise, ist die Kruste Mist und so weiter. Langzeittestergebnisse fehlen nach wie vor.

Meine Ökofreundin kann diese Meckerei gar nicht nachvollziehen. Sie besitzt einen Brotbackautomaten von Germatic (testmäßig ganz weit hinten) und backt damit seit über drei Jahren täglich. Ich habe das Brot gegessen – es schmeckt. Das nenne ich mal ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!

AEG Lavamat – Der Kundenservice

AEG Lavamat Ersatzteile TrocknerOhne Waschmaschine zu sein wäre für mich heutzutage schon fast undenkbar. Klar, hier und da mal eine Handwäsche ist kein Problem. Gerade im Sommer. Ansonsten werden Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken aber nun doch viel viel sauberer und hygienisch reiner, als mit der Hand gewaschen. Oder meine Jeans mit der Hand waschen – nein geht gar nicht.

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie unsere alte Waschmaschine den Geist aufgab. War eine der ersten elektronischen von AEG Lavamat. Kaum zu glauben, welch ein Service uns da geboten wurde.

Der gerufene Techniker kam mit seinem Firmenwagen angerauscht. Zuvor hatten wir bei der Service-Hotline angerufen und den Fehlercode durchgegeben, der beim Einschalten der AEG Lavamat im Bedienungsboard aufblinkte.

Nun traf also immerhin noch am selben Tag ein AEG-Vertragspartner bei uns auf. In der Hand einen Servicekoffer und ab dafür in unseren Keller und rein in die Waschküche. Servicekoffer auf dem Boden abgestellt, geöffnet und ein Prüfgerät hervorgezaubert und so etwas wie einen Schraubendreher oder was weiß ich. Mit wenigen Handgriffen das Bedienungselement von der Maschine und ein paar innensitzende Klemmen gelöst.

AEG Lavamat„Das geht aber schnell“, sag ich noch zum Monteur. ER: „Ja das ist heutzutage alles viel einfacher“, sprachs und holt aus einem kleinen Kästchen das zu erneuernde Elektronikboard mit den Bedienungselementen, um es dann mit ein paar Handgriffen in die AEG Lavamat Waschmaschine einzubauen. Denkste auch nur.

Ja, ihr könnt euch wohl schon denken was jetzt kommt: Genau, das Teil passt nicht!

„Und jetzt“?

ER: „Ich muss noch mal zurück zum Lager und das richtige Ersatzteil holen“. Ich: „Kostet das extra?“ ER: „Ja, ich muss die Anfahrtskosten doppelt berechnet“. Ich: „Wie viel“? ER: „Noch mal um die 40 Euro“. Ich direkt: „Nein danke das wird mir zu teuer“. ER: „Und was ist dann mit ihrer Maschine?“ Ich: „Ganz einfach, ich kauf‘ mir eine neueWaschmaschine„.

Da hat er sich wohl in den Finger geschnitten. Denkt wohl ich wäre blöd. Das Ersatzteil sollte schon 200,- Euro kosten, dann die Arbeitszeit und die Anfahrtskosten quasi doppelt. Ne, nicht mit mir! Da kriegt man ja wirklich eine neue Waschmaschine fürs Geld. Von wegen „AEG aus Erfahrung gut“, wie der alte Werbeslogan früher hieß – dann eher schon: „AEG um eine ungünstige Erfahrung reicher“. Wobei ich fairerweise sagen muss: Das hätte bei einer anderen Waschmaschine wahrscheinlich ungefähr dasselbe gekostet.

AEG Lavamat KundendienstJetzt wasche ich meine Wäsche mit einer Bauknecht genauso sauber; aber ohne elektronischen Schnickschnack, sondern mit dem guten alten Drehknebel und ein paar Zusatzknöpfen für Schonschleudern, Einweichen oder Sparstrom. Die tut es auch und wäscht sogar 6 Kilo Wäsche in einem Rutsch.

Also ich für meinen Teil kaufe mir keine Waschmaschine mehr mit elektronischen Verwirrspielen. Dann lieber Brille auf, am Drehschalter gedreht und los gehts. Für was brauch ich eine Zeitschaltuhr, bei der ich schon Stunden vorher den Wasserhahn aufdrehen muss? Oder ein Wassersparprogramm, wo sich dann das konzentrierte Waschmittel nicht mal richtig auflöst. Alles nur unnötiger Schnickschnack.

Alessi Alessi Alessi – ich bin crazy :-)

Alessi EntsafterIch will alles von Alessi haben, auch wenn ich teilweise gar nicht weiß, wofür die Produkte zu gebrauchen sind. Macht nichts – ein Küchenaccessoire von Alessi ist sogar als stylische Dekoration fürs Wohnzimmer perfekt. Ich kann ja behaupten, es wäre so gewollt. Meine Begeisterung für Alessi hat einen Ursprung: Ich liebe alles aus Edelstahl. Na gut, außer bei normalen Kochtöpfen, da hält sich die Liebe in Grenzen und weicht eher praktischen Gesichtspunkten.

Doch als ich das erste Mal dieses futuristische Teil von Alessi gesehen habe, war ich hin und weg. Dabei ist das nur eine Zitronenpresse, aber was für eine! Sie sieht aus wie ein glänzender Sputnik, der jeden Moment abhebt. Und das Beste: Die Alessi-Zitronenpresse funktioniert perfekt. Du brauchst die halbierte Zitrone nur draufzuwerfen und sie presst sich fast von allein aus. Die legendäre Zitronenpresse wurde von Philippe Starck entworfen und nennt sich „Juicy Salif“.

Überhaupt tummeln sich bekannte und geniale Designer und Architekten an den Reißbrettern der italienischen Design-Schmiede. Der Sohn des Firmengründers heimst alljährlich Preise ohne Ende ein. Die Entwickler reißen sich darum, bei Alessi arbeiten zu dürfen und nutzen das Unternehmen als Sprungbrett.

„Gutes Design ist für die Ewigkeit“ (Alberto Alessi)

Alessi il conicoDie Werkstuben von Alessi werden nicht ohne Grund „Traumfabrik“ genannt. Seit 1921 lautet der Anspruch von Alessi: Alles aus Metall und von höchster Qualität. Die Grundformen der Küchenutensilien sind eckig und/oder stapelbar und vom Bauhaus-Stil inspiriert. Schüssel, Schalen, Behälter – alles aus Edelstahl.

Ein Klassiker ist auch der Windascher im Bauhausdesign. Ich besitze einen! Ansonsten sind alle Produkte von Alessi einzigartig, haben einen experimentellen, verspielten Charakter und sind oft auch limitiert. Zum Benutzen eigentlich viel zu schade. Ältere Modelle sind fast unbezahlbar und haben einen hohen Sammlerwert.

Wenn Du Glück hast, findest Du eine originale Alessi-Zitronenpresse von 1965 bei ebay für mehrere hundert Euro. Also, doch nur etwas für Träumer? Nein, denn einen Brotkorb aus Metalldrahtsplittern kannst Du schon für schlappe 65 Euro bei Amazon kaufen. Guckst Du hier: Drahtsplitterkorb. Sieht das Teil nicht spitzenmäßig aus?!

Alessi-Produkte kannst Du glatt vererben!

Alessi ObstkorbDie Zitronenpresse gibt es übrigens als Neuauflage schon für knapp 60 Euro. Aber ich habe einen Orangenschäler von Alessi entdeckt, der kostet nur 18 Euro und sieht aus wie eine Skulptur. Muss ich haben! Kaffeemaschinen von Alessi sind keine Maschinen, sondern klassische Pressfilterhandgeräte. Schick und edel und teuer. Bodum hat garantiert bei Alessi abgeguckt! Inzwischen gibt es längst Porzellan und Plastikartikel im Alessi-Design. Das ist nichts für mich, denn es muss glänzen!

Alessi Zitruskorb

Alessi Zitruskorb

Auch Seifenspender und bunte Badartikel mag ich nicht. Die sind zwar etwas preiswerter, aber ich liebe nun mal den edlen Look von glänzendem Stahl. Meine Lieblingsstücke sind ja der Alessi-Wasserkessel für 110 Euro und das Sieb und vielleicht noch die Eieruhr? Am besten alles zusammen. Da muss ich allerdings noch etwas sparen.