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Holt die Räder raus – Drahtesel im Vergleich

Seit Wochen nervt mich meine Freundin Bianca, dass ich doch endlich über den kürzlich eröffneten Fahrradshop ihres Cousins schreiben soll, damit sie ihn werbewirksam bei Facebook, Twitter und in diversen Foren verlinken kann. Denn Werbung wäre alles, meint sie.

Keine Ahnung von Fahrrädern? Na und!

Ich habe überhaupt keine Ahnung von Fahrrädern. Die einzigen Marken, die ich kenne, heißen Diamant und Pegasus„, versuche ich abzuwiegeln, wobei ich bezweifle, dass erstere Marke überhaupt noch existiert. Aber Bianca lässt meine Einwände nicht gelten. Das würde überhaupt keine Rolle spielen. Hauptsache, es sind genügend Fachbegriffe über Bikes wie Radnabe, Fullsuspension und Hardtail im Text verstreut.

Ich habe versprochen, den Artikel zu schreiben, sobald der Schnee verschwunden ist und der Frühling naht. Ich glaube, darauf können wir noch eine Weile warten. Bei diesem miesen Wetter traut sich ohnehin kein Radfahrer auf die matschigen, von unten vereisten Straßen. Ich habe mich geirrt!

Radfahren spart Geld? Von wegen!

Zwar habe ich nicht den betagten Rocker mit seinem Kakadu auf der Schulter gesehen, der im Sommer täglich mit seinem Rad meinen Weg kreuzt, aber mir ist beim Gassigehen eine dick eingemummelte Omi auf einem klapprigen Damenrad entgegengekommen, die sichtlich Mühe hatte, das Gleichgewicht im Schnee zu halten. „Sie sind aber fit und mutig“, grüßte ich anerkennend. Sie winkte nur ab und meinte, wenn sie Geld für den Bus hätte, würde sie damit fahren.

Vor lauter Betroffenheit fiel mir keine gescheite Entgegnung ein und die alte Dame radelte weiter. Nun könnte man meinen, Radfahren wäre billig. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn selbst billige Fahrräder aus dem Baumarkt, die fast soviel wiegen wie ein Mofa, kosten inzwischen mindestens 200 Euro.

Fahrrad geklaut? Versicherung zahlt – nicht!

Es verwundert deshalb nicht, dass Fahrräder nahezu im Minutentakt geklaut werden. Dabei scheint die Marke völlig egal zu sein – Hauptsache es sind zwei Räder, ein Sattel und ein Lenker dran. Doch es gibt tatsächlich Biker, die sich Räder für 6.000 Euro und mehr kaufen bzw. stehlen lassen. Leute, dafür bekomme ich mindestens drei Gebrauchtwagen!

Wer sein Rad liebt, der schiebt oder trägt es in die Wohnung, wo es mit ausgeklügelten Konstruktionen im Flur an der Decke befestigt wird. Denn Fahrräder werden sogar aus dem abgeschlossenen Fahrradkeller entwendet – und keine normale Hausrat-Versicherung zahlt dafür! Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich besitze seit Jahren kein Fahrrad mehr, nachdem mein Pegasus (echte Biker-Fans lachen sich jetzt wahrscheinlich schlapp) geklaut wurde, obwohl es gesichert im Keller stand.

Einzige Ausnahme: Eine spezielle Fahrradversicherung. Die kostet dann aber so cirka 8 Euro pro Monat, hundert Euro im Jahr. Stolzer Preis, lohnt nicht für ein 300 Euro Rad, aber wer 1000 Euro anlegt, für den kann das was sein. Vandalismus wird dann übrigens auch übernommen, oder wenn z.B. plötzlich der Sattel fehlt. Muss man sich halt überlegen.

Auf jeden Fall sollte ein anständiges Schloss her – und das kostet ab 80 Euro aufwärts. Auch schonmal ganz schön happig.

Berechtigte Frage: Hast Du ein Rad ab?!

Ich hätte also eine Fahrradzusatzversicherung abschließen müssen, die in zwei Jahren soviel kostet, wie ein gebrauchtes Marken-Bike bei ebay. Doch Vorsicht mit gebrauchten Fahhrädern: Das könnte Hehlerware sein! Als ich Bianca stolz meinen fertigen Text zeige, runzelt sie missbilligend die Stirn und fragt, ob ich ein Rad abhätte. Ich zucke mit den Schultern: Sie hat es so gewollt! 🙂

PS: Wer ein hochwertiges Fahrrad (und eventuelles zukünftiges Diebesgut) besitzen möchte, kauft natürlich nur im Fachgeschäft ein. Service und Beratung sind unschlagbar, weil Besitzer und Mitarbeiter meist selbst begeisterte Biker sin

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Sex-Spielzeug – ein erotischer Selbstest

Sex Toys sind versaut, schmutzig und unanständig!

Wer erzählt denn solch einen Quatsch?! Diese Überschrift ist mir tatsächlich letztens bei Facebook unter die Augen gekommen. Doch als ich näher darauf eingehen wollte, war der Beitrag verschwunden. Vermutlich wollte nur jemand provozieren. Es ist demjenigen gelungen, denn ich habe mir Gedanken gemacht und nachgeschaut, was für Sex-Spielzeuge ich im Nachtschrank (und in der Handtasche – ja tatsächlich!) aufbewahre, ob sie noch funktionieren, welche Sex-Toys ich noch gebrauchen könnte und dass es an der Zeit wäre, mal wieder eine Dildo-Party zu besuchen.

Delphin mit Orgasmusgarantie und Vibro-Ei für unterwegs

Hab ich natürlich längst. Mein Delphin-Vibrator ist Pink und bei dem Vibro-Ei ist die Farbe egal. Das wird intern – also innerlich – also in der Vagina getragen. Himmelherrgott, nennen wir doch die Dinge beim Namen! Wenn ich mir das Vibro-Ei (jetzt weiß ich auch die Farbe wieder: silberglänzend) in die Hummel schiebe und auf den Knopf drücke, vergesse ich, dass sich mein Freund kilometerweit weg auf einer Weiterbildung befindet.

Zwar könntet ihr den vibrierenden Lustspender tatsächlich auch unterwegs benutzen, doch das rate ich niemandem. Ihr werdet dermaßen spitz, dass ihr jedem x-beliebigen Kerl auf den Schoß hüpfen würdet. Die Stimulation ist so intensiv, dass mein Freund Stefan auf Viagra, amitamin, Euviril & Co. locker verzichten kann. Wieso? Weil er keine Hilfsmittel benötigt, wenn ich ihn (rollig wie ich dann bin) umgarne. Falls Stefan mal wieder nicht da ist, habe ich ja immer noch meinen zuverlässigen Delphin, der mir zielsichere Glücksmomente beschert, wenn ich Lust darauf habe. Denn das Beste ist: Der geile Tümmler findet garantiert den G-Punkt.

Keine Dildo-Party in Sicht? Das Internet hilft

Die Freundin einer Freundin (ich verrate euch jetzt aber keine Namen) hat im vorigen Jahr eine Dildo-Party veranstaltet – und ich war dabei! Momentan kann ich weder die Freundin noch die Freundin der Freundin erreichen und erfahre wohl nie, was es Neues auf dem Erotik-Markt gibt. Da kennt ihr mich aber schlecht! Wenn ich etwas will, bekomme ich es auch. Natürlich habe ich mich auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Das WWW bietet ja zahlreiche gut bestückte Erotik-Shops wie Beate Uhse und Orion.

Leider sind bei einigen Onlineshops die Beschreibungen so öde und langweilig, dass man meint, es würden Wasserhahn und Duschschlauch beschrieben. Echt, da schwindet beim Lesen die Lust! Anders bei diesem Schweizer Erotikshop, der nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Lesen Spaß macht. Die Beschreibungen sind extrem witzig und unterhaltsam – manchmal hat der Texter wohl einen Clown gefrühstückt. Die Fotos der Sex-Toys sind gestochen scharf und mit Zoom-Funktion bis ins kleinste Detail zu studieren. Ich habe übrigens ein neues Sex-Spielzeug gefunden, das nicht nur mir, sondern auch meinem Freund gefallen würde.  Verrate jetzt aber nicht, welches…

„Schatz, kommst du mal?“ 🙂

Trachtenmode – nur was fürs Oktoberfest?

Dirndl, Krachlederne & Co. sind absolut angesagt

Als Kind habe ich meine kurze, speckige Lederhose mit dem obligatorischen Edelweiß auf dem Latz gehasst. Doch jetzt bin verliebt. Bisher habe ich gedacht, dass Trachtenkleider nur was fürs Oktoberfest sind. Mir schweben dralle Bayernmädels vor Augen, denen die Möpse förmlich aus dem Dekolleté hüpfen, während ihnen betrunkene Burschen in Lederhosen an die Wäsche wollen. Die wirklich tollen Kleider sieht man sowiese nur bei den Promis, in der Gala, Bunte oder wenn über die Spielerfrauen vom FC Bayern berichtet wird.

Falsch gedacht! Durch Zufall bin ich auf eine Seite im Netz gestoßen, die zauberhafte Trachtenmode zu bezahlbaren Preisen anbietet und sich von anderen Trachtenshops wohltuend abhebt. Ich kenne mich nicht wirklich aus, aber Stockerpoint scheint die bekannteste Marke zu sein und ich habe beschlossen, Trachtenmode ab sofort zu lieben.

Ab sofort Tracht – morgens, mittags, abends!

Nun habe ich zwar kürzlich erst von Hunden in Trachtenklamotten berichtet, aber das könnt ihr wirklich nicht vergleichen. Ich würde auch nie einem Hund eine Lederhose anziehen wollen. Ich selbst möchte solch eine schicke Trachtenhose jedoch unbedingt haben und zwar möglichst bald – also, natürlich die Variante für Menschen. Außerdem will ich ein Dirndl oder zwei oder drei. Ich möchte Dirndblusen und Dirndlshirts und den passenden Dirndl-BH, der diesen magischen Busen zaubert, möchte ich ebenfalls.

Ich könnte mit dem Fuß aufstampfen und rufen „ich will, ich will, ich will“ und würde mir keineswegs komisch vorkommen. Leider interessiert es niemanden, was ich will, also muss ich mich selbst kümmern. Immerhin meint mein Freund, dass die Trachtenklamotten wirklich schick aussehen.

Trachtenmode ist nicht gleich Landhausmode

Trachtenmode besticht durch detailverliebte Schnitte, Stickereien, Spitze, naturnahe Stoffe wie Baumwolle oder Leinen und ganz viel Leder. Landhausmode wirkt im Vergleich dazu regelrecht bieder und scheint vor allem nur eine Farbe zu kennen: Beige. Trachtenmode gibt es, zumindest in dem Shop, den ich entdeckt habe, in den verrücktesten Farben.

Natürlich mussten sich die Designer völlig neue Farben ausdenken. So heißt beispielsweise ein simples Rosa nicht Rosa, sondern Flamingo, ein schlichtes Hellbraun nennt sich Torfantik und der Hit ist die Farbbezeichnung Maisantikozean für verwaschenes Goldgelb. Am besten gefallen mir die Trachtenkleider, bei denen alles dabei ist: Dirndl, Schürze und Bluse.

Trachtenshirts passen prima zur Jeans

Eigentlich bin ich gar kein Kleidertyp. Auch hierfür gibt es eine Lösung: Hosen und Shirts. An den Trachtenlederhosen faszinieren mich die kleinen Hosenlätze, die tollen Stickereien und die interessante Schnittführung mit den Seitenschlitzen und der rückwärtigen Schnürung. Da darf es ruhig etwas mehr Braten oder Kuchen sein – ein Handgriff und alles passt.

Ein wunderschönes Trachtenshirt mit eingearbeiteter Bluse und Miederschnürung gibt es schon ab 40 Euro. Für eine echte Markenlederhose muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Meine Lieblingshose kostet knapp 180 Euro. Das ist für solch ein Schmuckstück allerdings ein Schnäppchen. Seht selbst: Lederkniebundhose

Hundemode: Fressnapf oder Mops im Dirndl?

Mops mit Hut, Schuhen und Trachtenlederhose!

Das ist kein Witz – ich habe tatsächlich kürzlich einen Mops (oder war’s eine Bulldogge?) in einem Café auf dem Schoß seiner Besitzerin gesehen, der ausstaffiert war, als würde er auf dem Oktoberfest sein weibliches Pendant im Dirndl suchen: Tirolerhut (mit Löchern für die Ohren), Krachlederne mit Hosenträgern(!) und Lederstiefel an den Pfoten.

Da der Hund keine Sekunde den Schoßplatz verlassen durfte, war nicht zu erkennen, ob er sich in den Klamotten überhaupt bewegen konnte, aber ich bezweifle es. Die Dame schien sehr stolz auf ihren vierbeinigen Begleiter zu sein und strahlte in die Runde; der Mops selbst schaute allerdings ziemlich dämlich aus der Wäsche. Ich glaube, er schämte sich.

Ist Hundkleidung für kalte Tage nützlich?

An den Anblick von Hunden mit Jacken und Pullovern haben wir uns ja schon gewöhnt. Das ist in der kalten Jahreszeit für bodennahe Hunde durchaus sinnvoll. Denn das Fell kann noch so dicht und lang sein – am Bauch sind fast alle Hunde nackt. Praktische Mäntel und Schutzkleidung für kleine und große Hunde gibt es im Fressnapf und in jedem anderen Fachgeschäft für Tierbedarf.

Meine Freundin besitzt einen Dackel mit derart kurzen Beinen, dass es keinen Unterschied macht, ob er liegt oder steht, weshalb er das Kommando „Platz“ auch nicht kennt. Diese süße Fellwurst hat selbstverständlich einen Pullover für kalte Tage und einen Mantel zum drüberziehen, wenn es noch kälter wird. Damit das Kleidungsstück nicht hin- und herwackelt, befindet sich am hinteren Ende eine Schlaufe für den Schwanz. Pullover und Mantel werden buchstäblich am Hundekörper arretiert und dem Hund bleibt gar nichts anderes übrig, als eine gute Miene aufzusetzen. Hauptsache, er friert nicht.

Hunde aller Nationen – wehrt euch!

Habt ihr schon mal in die Augen eines Dackels gesehen? Doch nicht der berühmte Dackelblick ist daran schuld, dass Herrchen und Frauchen ihre Lieblinge in Tütü und Schleifchen oder in Lack und Leder hüllen. Es sind die Menschen selbst, die sich immer neue Modeverrücktheiten für ihre vierbeinigen Freunde wünschen. Es gibt genügend Designer, die diesem Bedürfnis nur zu gerne nachkommen. Im Netz existieren zahlreiche Seiten, die Hundklamotten in allen Variationen online verkaufen.

Eine davon hat mich ganz besonders fasziniert. Bei DoggyDolly kommt ihr aus dem Stauen nicht mehr heraus! Hundehalter können ihre Hunde tatsächlich in Dirndl zwängen, in Lederhosen packen oder als Brautpaar mit Anzug und Hochzeitskleid schmücken. Passende Schuhe, Hüte und Schleier gibt’s natürlich ebenfalls. Verständlicherweise sehen die abgebildeten Hunde nicht besonders glücklich aus.

Schuhe für Hunde sind so überflüssig wie Nachtsichtbrillen für Katzen!

Hundeschuhe kneifen, rutschen und grenzen an Tierquälerei. Wer seinem Hund im Winter wirklich etwas Gutes tun und die Pfoten vor Kälte, Streusalz und Schnee schützen will, fettet die Fußballen seines Schützlings mit speziellen Pfotensalben ein. Melkfett und Ballistol funktionieren ebenfalls prima. Letzteres ist eigentlich ein Waffenreinigungsöl und ein absoluter Geheimtipp – es hilft sogar bei Haarausfall. Ob Hunde (wenn sie könnten) damit ihre Waffen einfetten würden, um sich gegen den tierischen Modewahnsinn zu wehren, überlassen wir der Phantasie von Comiczeichnern und Scifi-Autoren. 😉

Waffeleisen: Hab ich einen an der Waffel?

Waffeleisen? Du hast doch einen an der Waffel!

Tatsächlich – diesen Spruch muss ich mir gelegentlich anhören, wenn ich meine Mitbürger und meinen Freund mal wieder mit kreativem Verhalten oder unorthodoxen Äußerungen überrasche. Ich finde mich selbst ja völlig in Ordnung. Normal bedeutet langweilig, ebenso wie – nett. Dann habe ich lieber einen an der Waffel! Grund genug, um über mein Uralt-Waffeleisen zu berichten, welches so alt ist, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich es mal gekauft habe und was es gekostet hat.

Es ist schwarz – überall. Also auch da, wo es eigentlich silberfarben sein sollte. Aber es funktioniert immer noch und bäckt leckere Waffeln, wann immer mein Neffe und ich Lust darauf haben.

Wer jetzt neugierig auf die Marke ist, den muss ich enttäuschen. Die Markenbezeichnung ist nämlich nirgends mehr zu erkennen. Weil ich aber versprochen habe, bald ein Waffeleisen zu kaufen, das schöner aussieht und womöglich schneller Waffeln produziert, habe ich mich mal umgesehen und die neuesten Produkte einem kritischen Test unterzogen.

Für 200 Euro Waffeln backen – nicht mit mir!

Ein Waffeleisen gehört nicht zu den technischen Geräten, die mit besonders schickem Design die Küche schmücken sollen oder auf einem Thron präsentiert werden. Kaffeemaschinen dürfen ruhig etwas mehr kosten, wenn sie gut aussehen UND perfekt funktionieren. Aber ein Waffeleisen verschwindet nach der Benutzung im Schrank. Oder ist das bei euch anders? Jedenfalls bin ich über die gravierenden Preisunterschiede ziemlich erschrocken. Das teuerste Waffeleisen im Test kostet knapp 200 Euro und stammt von Krups.

Es soll sogar echte belgische Waffeleisen für 1.000 € geben, die das Backgut automatisch wenden und wahrscheinlich beim Backen auch noch streicheln. Ich habe keine Ahnung, ob die Waffeln danach vergoldet sind. Ich werde es auch nicht herausfinden, denn ich habe nicht vor, mit solchem Wucher die schwächelnde europäische Wirtschaft anzukurbeln. Außerdem habe ich keine Lust, mich die nächsten zwanzig Jahre nur noch von Waffeln zu ernähren, damit sich die Anschaffungskosten amortisieren. Zwei Geräte sollten für einen guten Vergleich reichen, also mache ich mich auf den Weg durchs Netz.

Auf zum fröhlichen Draufloswaffeln!

Ins Auge gefasst habe ich schließlich das Waffeleisen Clatronic 261635 WA 3169 für billige 22 Euro sowie das teurere Doppelwaffeleisen Cloer 1329 für knapp 90 Euro. Mit beiden können zwei blumige Waffeln gleichzeitig gebacken werden. Es gibt auch preiswerte Geräte für nur eine einzige Waffel, aber damit wird man ja nie fertig. Mit Clatronic habe ich bei anderen Haushaltsgeräten schon Erfahrungen gesammelt, Cloer kenne ich gar nicht.

Beide Eisen sehen sich sehr ähnlich, das der Marke Cloer wirkt jedoch stabiler und edler. Das ist auch kein Wunder, denn hier besteht das Gehäuse aus mattiertem Edelstahl in schwerer Ausführung. Wie Ihr wisst, liebe ich alles aus Edelstahl (siehe Alessi) und bin schon allein aus diesem Grund restlos begeistert. Das Waffeleisen von Clatronic besteht aus Edelstahlblech und wird extrem heiß. Außerdem scheint die Antihaftbeschichtung minderwertig zu sein, denn die Waffeln bleiben bereits beim zweiten Backvorgang kleben und müssen mit dem Holzspatel gelöst werden. Beim Cloer 1329 klebt nichts und das Gehäuse wird auch nicht zu heiß. Außerdem bekommen die Waffeln eine schöne, gleichmäßig goldbraune Farbe.

Mein Fazit: Bessere Qualität zum höheren Preis

Oder anders gesagt: Wer billig kauft, kauft meistens teurer. Denn er kauft dann zwai mal, erst billig und dann was ordentliches. Wer vermeintlich sparen will und bereit ist, Topflappen zu benutzen, nimmt das billige Gerät von Clatronic. Das Waffeleisen Cloer 1329 sieht jedoch besser aus, wirkt robuster und produziert schmackhafte Waffeln, die nicht ankleben. Wählt selbst!

Der Junge, der Träume schenkte

Vor kurzem berichtete ich über den Kindle. Nun habe ich zu Weihnachten einige E-Books geschenkt bekommen, die ich eigentlich für den Urlaub aufheben wollte. Ein Reader ist schließlich genau dafür gedacht, dass nicht kiloweise Bücher im Reisegepäck mitgeschleppt werden müssen. Leider habe ich kein einziges „richtiges“ Buch bekommen! Alle meine Freunde wissen, dass meine Bücherregale zum Bersten voll sind. Hallo?! Obendrauf wäre aber noch reichlich Platz gewesen! Die Feiertage sind lang, das Fernsehprogramm ist öde und ich will lesen.

Sado Maso oder gehobene Literatur – eine schwere Entscheidung

Zur Auswahl stehen „Shades of Grey“ von E.L. James, „Jesus liebt mich“ von David Safier und „Der Junge, der Träume schenkte“ von Luca Di Fulvio.

Der Softporno der jungfräulichen Möchtegern-Domina fällt gleich unten durch. Dieses Geschenk ist wohl ein schlechter Scherz meines Freundes, der ganz genau weiß, was ich von dilettantischen Versuchen halte, unbedarften Hausfrauen den Sinn von BDSM zu erklären. Ehrlich, da ist das wahre Leben interessanter. Schaut euch einfach mal auf Joyclub um, Anmeldung ist kostenlos…

Mit „Shades of Grey“ bekommt er demnächst den Hintern versohlt. Mist – das geht ja gar nicht! Das hält mein Kindle nicht aus. Echte Bücher sind für spezielle Vorhaben eben doch besser geeignet. Wahrscheinlich hat er es darauf angelegt.

Doch zurück zum Thema: „Jesus liebt mich“ erscheint mir zu dünn. Das ist jetzt wirklich lustig, denn Bücher im Kindle sind immer gleich dick. Ich meine also: Das Buch hat zu wenig Lesestoff, denn ich will ausgiebig schmökern. Also entscheide ich mich für „Der Junge, der Träume schenkte“. Das Buch wird im Klappentext (oder wie man das bei einem E-Book nennt) als „pralles Feuilleton der New Yorker 20er Jahre“, als episches Meisterwerk und fesselnder Spitzenroman angepriesen, außerdem wird der Autor mit Charles Dickens verglichen. Ich bin gespannt und lege los.

Der Junge, der Träume schenkte“: Albtraumgefahr oder traumhaft?

Dummerweise habe ich die miesen Rezensionen bei Amazon gelesen, bevor ich angefangen haben, diesen Bericht zu schreiben. Das macht aber nichts. 120 absolut schlechten Meinungen über das Buch stehen nämlich etwa 380 gute Meinungen gegenüber (bei „Shades of Grey“ ist es, glaube ich, umgekehrt). Und was soll ich Euch sagen – mir hat der Traumjunge ausnehmend gut gefallen! Ich habe die 780 Seiten (bzw. 956 KB) in anderthalb Tagen durchgelesen. Wenn mich ein Roman fesselt, dann kann ich ihn nicht mehr aus der Hand legen. Ein gut geschriebenes Buch ist wie ein guter Film.

Der Junge der Träume schenkte

Die Handlung im Schnelldurchlauf: Ein kleiner Junge wandert mit seiner Mutter vom ländlichen Italien nach Amerika aus. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen, obwohl sie als erfolgreiche Prostituierte arbeitet. Er gründet eine Gang (diese Episode ist wirklich niedlich und berührend), gerät kurzzeitig auf die schiefe Bahn, steigt dann zum Radiomoderator auf und findet seine große Liebe wieder. Dieses Mädchen hat er, ziemlich zu Beginn der Story, nach einer Vergewaltigung vor dem sicheren Tod gerettet. Das Buch enthält ein paar brutale Szenen, ziemlich viel Sex und einige langatmige Passagen.

Mein Fazit: Lesen!

Der Anfang beginnt furios. Die Geschichte über Sex und Gewalt, Armut und Liebe reißt mich bis zum zweiten Drittel atemlos mit. Ich will unbedingt wissen, wie es mit dem blonden Möchtegerngangster, der natürlich ein herzensguter Junge ist, weitergeht. Das Ende lahmt etwas, wahrscheinlich saß dem Autor der Verleger im Nacken und das Buch musste schnell fertig werden. Aber in seiner Gesamtheit hat mich „Der Junge, der Träume schenkte“ berührt, gefesselt und ausgezeichnet unterhalten.

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Der Junge, der Träume schenkte

Jesus liebt mich

Shades of Grey

Ugg oder nicht? Hurra, es hat sich ausgeUGGt

ugg boots sind outUGG oder nicht UGG? Oder doch lieber richtige Schuhe? Fragt mich doch meine Freundin Bianca gestern, ob ich nicht mal was über Schuhe schreiben will. Ich gucke sie ganz entgeistert an und frage zurück: „Kennst du meinen Schuhschrank?“ Es ist ja nicht so, dass ich keine Schuhe habe, aber ich kann das Brimborium, das manche Mädels mit ihren Sneakern, High Heels, Pumps etc. anstellen, überhaupt nicht nachvollziehen. Gilt es eigentlich schon als krank, wenn man als Frau (so wie ich) nur fünf Paar Schuhe besitzt?

Leute kauft UGG Boots, die passen immer!

UGG – was? Ich musste erst mal googlen, um festzustellen, dass ich tatsächlich irgendwann solche Fellmonster an meinen Füßen durch die Welt getragen habe. Das ist schon eine ganze Weile her, doch ich erinnere mich, dass die Stiefel zwar super bequem sind und die Zehen warmhalten, sich aber weder für Nässe noch für Schnee eignen. Winterschuhe, die nicht für den Winter bestimmt sind – klasse!

Dieses Paradoxon erklärt sich aus ihrer Herstellungsweise und vor allem, wo sie herkommen. UGG Boots stammen ursprünglich aus Australien und werden dort vorwiegend von Surfern getragen. Das ist noch eine Seltsamkeit, die ich nicht verstehe, denn die Stiefel bestehen aus wasserdurchlässigem Nubukleder und sind mit Lammfell gefüttert. Was macht bitte ein Surfer mit Fellstiefeln im Wasser? Vielleicht trocknen die Dinger in der australischen Sonne besonders schnell oder die Surfer stehen aufgrund der vollgesaugten, schweren Stiefel wie angetackert auf ihren Brettern. Ich war noch nie in Australien und kann keinen Surfer fragen. Das wäre mein nächstes Projekt. Wenn ihr möchtet, dass ich in Australien recherchiere (egal was), dann sagt Bescheid und ich teile euch meine Kontonummer mit. Irgendwie muss ja die Reise bezahlt werden. Kleiner Scherz – zurück zum Thema.

Kommt UGG von uggly und bedeutet hässlich?

UGG Boots werden manchmal auch Emus genannt und sind eine ganz perfide Modeerfindung, die in den Neunziger Jahren ihren Siegeszug von Australien über Amerika bis nach Europa antreten. Keiner weiß so recht warum, denn die von vornehmlich weiblichen Trägerinnen heißgeliebten Fußklumpen besitzen eine fatale Eigenschaft: Du kannst noch so hübsch aussehen und schick gekleidet sein – mit UGGs an den Füßen läufst du garantiert wie ein Bauerntrampel. Da hilft es auch nichts, wenn die Stiefel wie in den letzten Jahren mit Strass verziert sind oder durch Fransen aufgepeppt werden, damit sich sogar Girlies oder Cowgirls darin wohlfühlen. Tatsächlich werden solche Schuhe bereits seit 1920 von Schafzüchtern in Australien und Neuseeland hergestellt, jedoch vorwiegend als wärmende Hausschuhe genutzt. Weil in Down Under die Außentemperaturen äußerst selten unter Null Grad fallen, halten die Stiefel ewig und MUSSTEN irgendwann exportiert werden, um den Produktionsüberschuss loszuwerden 😉  Models und Promis sorgen dafür, dass auch völlig normale Mädchen dem Wahn verfallen, überteuerte braune oder beige Fußlappen als modisches Nonplusultra zu betrachten. UGG bedeutet übrigens nicht hässlich – es ist nur der Name der Herstellerfirma.

Original UGG oder Plagiat? Wen interessiert’s? Ich meine: die sind out!

Die Originale kosten an die 300 Euro, auch im Ausverkauf nicht unter 150 Euro (hab ich jedenfalls nicht gesehen, und ich schaue jetzt schon seit einer Woche aus reiner Neugier). Nachgemachte Exemplare mit Kunstfell gibt es bereits für lächerliche 20 Euro. Nee, bitte nicht. Dann kaufe ich doch lieber gleich Gummistiefel, die halten wenigstens die Nässe von den Füßen fern. Falsch gedacht, denn die gummierten Schweißfußgaranten bewegen sich mittlerweile in fast derselben Preisklasse. Inzwischen haben quietschbunte Gummistiefel die UGG Boots von den internationalen Laufstegen verdrängt und werden selbstbewusst sogar zum Abendkleid getragen. Aber mal im Ernst, Leute – man muss nicht wirklich jeden Modetrend mitmachen, oder?

Wer  mehr drüber lesen will, ich hab abgelacht (und ein paar Ausdrücke hier übernommen): http://www.welt.de/vermischtes/article110803834/Hurra-der-Ugg-Boot-ist-nun-endgueltig-out.html