Meine Erfahrungen, meine Welt

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Holt die Räder raus – Drahtesel im Vergleich

Seit Wochen nervt mich meine Freundin Bianca, dass ich doch endlich über den kürzlich eröffneten Fahrradshop ihres Cousins schreiben soll, damit sie ihn werbewirksam bei Facebook, Twitter und in diversen Foren verlinken kann. Denn Werbung wäre alles, meint sie.

Keine Ahnung von Fahrrädern? Na und!

Ich habe überhaupt keine Ahnung von Fahrrädern. Die einzigen Marken, die ich kenne, heißen Diamant und Pegasus„, versuche ich abzuwiegeln, wobei ich bezweifle, dass erstere Marke überhaupt noch existiert. Aber Bianca lässt meine Einwände nicht gelten. Das würde überhaupt keine Rolle spielen. Hauptsache, es sind genügend Fachbegriffe über Bikes wie Radnabe, Fullsuspension und Hardtail im Text verstreut.

Ich habe versprochen, den Artikel zu schreiben, sobald der Schnee verschwunden ist und der Frühling naht. Ich glaube, darauf können wir noch eine Weile warten. Bei diesem miesen Wetter traut sich ohnehin kein Radfahrer auf die matschigen, von unten vereisten Straßen. Ich habe mich geirrt!

Radfahren spart Geld? Von wegen!

Zwar habe ich nicht den betagten Rocker mit seinem Kakadu auf der Schulter gesehen, der im Sommer täglich mit seinem Rad meinen Weg kreuzt, aber mir ist beim Gassigehen eine dick eingemummelte Omi auf einem klapprigen Damenrad entgegengekommen, die sichtlich Mühe hatte, das Gleichgewicht im Schnee zu halten. „Sie sind aber fit und mutig“, grüßte ich anerkennend. Sie winkte nur ab und meinte, wenn sie Geld für den Bus hätte, würde sie damit fahren.

Vor lauter Betroffenheit fiel mir keine gescheite Entgegnung ein und die alte Dame radelte weiter. Nun könnte man meinen, Radfahren wäre billig. Doch die Rechnung geht nicht auf, denn selbst billige Fahrräder aus dem Baumarkt, die fast soviel wiegen wie ein Mofa, kosten inzwischen mindestens 200 Euro.

Fahrrad geklaut? Versicherung zahlt – nicht!

Es verwundert deshalb nicht, dass Fahrräder nahezu im Minutentakt geklaut werden. Dabei scheint die Marke völlig egal zu sein – Hauptsache es sind zwei Räder, ein Sattel und ein Lenker dran. Doch es gibt tatsächlich Biker, die sich Räder für 6.000 Euro und mehr kaufen bzw. stehlen lassen. Leute, dafür bekomme ich mindestens drei Gebrauchtwagen!

Wer sein Rad liebt, der schiebt oder trägt es in die Wohnung, wo es mit ausgeklügelten Konstruktionen im Flur an der Decke befestigt wird. Denn Fahrräder werden sogar aus dem abgeschlossenen Fahrradkeller entwendet – und keine normale Hausrat-Versicherung zahlt dafür! Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich besitze seit Jahren kein Fahrrad mehr, nachdem mein Pegasus (echte Biker-Fans lachen sich jetzt wahrscheinlich schlapp) geklaut wurde, obwohl es gesichert im Keller stand.

Einzige Ausnahme: Eine spezielle Fahrradversicherung. Die kostet dann aber so cirka 8 Euro pro Monat, hundert Euro im Jahr. Stolzer Preis, lohnt nicht für ein 300 Euro Rad, aber wer 1000 Euro anlegt, für den kann das was sein. Vandalismus wird dann übrigens auch übernommen, oder wenn z.B. plötzlich der Sattel fehlt. Muss man sich halt überlegen.

Auf jeden Fall sollte ein anständiges Schloss her – und das kostet ab 80 Euro aufwärts. Auch schonmal ganz schön happig.

Berechtigte Frage: Hast Du ein Rad ab?!

Ich hätte also eine Fahrradzusatzversicherung abschließen müssen, die in zwei Jahren soviel kostet, wie ein gebrauchtes Marken-Bike bei ebay. Doch Vorsicht mit gebrauchten Fahhrädern: Das könnte Hehlerware sein! Als ich Bianca stolz meinen fertigen Text zeige, runzelt sie missbilligend die Stirn und fragt, ob ich ein Rad abhätte. Ich zucke mit den Schultern: Sie hat es so gewollt! 🙂

PS: Wer ein hochwertiges Fahrrad (und eventuelles zukünftiges Diebesgut) besitzen möchte, kauft natürlich nur im Fachgeschäft ein. Service und Beratung sind unschlagbar, weil Besitzer und Mitarbeiter meist selbst begeisterte Biker sin

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Hurra, hurra – der Clown ist da!

Ja, wenn es doch so einfach wäre. Clowns hüpfen nur äußerst selten auf der Straße herum und wirklich gute Clowns sind noch schwerer zu finden. Zauberclowns für Kindergeburtstage und ähnliche Veranstaltungen kommen auch nicht aus dem Zirkus. Dummerweise denken einige Leute, dass sich mit ein bisschen Quatschmacherei das große Geld verdienen ließe. So manchen Kindern und Eltern bleibt beim Auftritt eines solchen Möchtegern-Clowns buchstäblich das Lachen im Hals stecken. Mit dem Aufsetzen einer roten Nase ist es nicht getan, denn Clownerie ist richtige Arbeit und erfordert einiges an Können.

Wer als Clown in seiner Online-Anzeige keine aussagekräftigen Bilder präsentiert, Leistungen nicht detailliert beschreibt oder Preisangebote im Taschengeldbereich macht, gehört mit Sicherheit zu den schwarzen Schafen der Kinderclown-Branche. Finger weg!

Was muss ein guter Clown für Kinder alles können?

Es gibt Kinderanimateure und Clowns, die ein Instrument (meistens Gitarre) spielen und singen. Schlechter Gesang kann für einen Clown übrigens ein Qualitätsmerkmal sein. Andere Clowns zaubern und jonglieren, wieder andere basteln phantasievolle Luftballonkunstwerke. Manche Künstler haben sogar kleine Tiere (Mäuse oder Meerschweinchen) mit im Programm. Am besten wäre natürlich ein Clown, der all das zusammen anbietet.

Jeder gute Kinderclown oder Zauberclown hat sich auf mehrere Kunststücke spezialisiert und präsentiert ein Animations-Programm, das in der Regel etwa eine Stunde dauert. Die Kinder werden einbezogen, dürfen mitzaubern, mitsingen etc. Meistens gehören Preise, kleine Geschenke und Luftballonmodellage dazu. Doch nicht jeder Clown kann Luftballontiere basteln. Die speziellen Leistungen des gewünschten Kinderclowns müssen vorher erfragt werden.

Eins, zwei, drei – ich zaubere mir ’nen Clown herbei

Quelle: Uniklinik Leipzig

Quelle: Uniklinik Leipzig

Wer einen Zauberclown, Luftballonkünstler oder Kinderanimateur für Geburtstag, Einschulung, Firmenevent oder als Kinderbespaßung für eine Hochzeit sucht, sollte gründlich recherchieren. Gebt mal bei Google „Clown für Kindergeburtstag“ ein. Es werden eine ganze Menge Seiten von Zauberclowns und Kinderunterhaltern angezeigt. Manche Homepages sind richtig professionell gestaltet.

Doch wo befinden sich die guten Clowns? Meistens ganz weit weg und überhaupt nicht dort, wo sie gerade gebraucht werden. Ein Clown von der Ostseeküste macht sich garantiert nicht auf den weiten Weg in die Berge. Wo also finde ich einen Zauberclown aus meiner Gegend? Am besten fragt ihr im Krankenhaus oder in der Ehrenamtszentrale nach. In jeder größeren Stadt gibt es Klinikclowns, die ehrenamtlich kranke Kinder betreuen. Wenn sie Zeit haben, sind sie auch für Privatveranstaltungen buchbar. Diesen Tipp habe ich von meiner Bekannten Claudia, die in Leipzig als Klinikclown aktiv ist.

Was kostet ein Zauberclown für Kinder?

Für 60 Minuten Auftritt müsst ihr 120 Euro bis 150 Euro einplanen. Fahrtkosten werden extra berechnet. Möglich ist auch die Buchung über eine Künstleragentur, hier kommt allerdings zu den Kosten für die Gage noch eine satte Provision von 30 – 40 Prozent obendrauf. Denkt bitte daran, dass Clowns Künstler sind. Sie müssen Equipment aufbauen, sich umziehen und evtl. schminken. Hierfür brauchen sie im Vorfeld genügend Zeit und Raum.

Na, Lust auf einen Clown bekommen? Ein Zauberclown unterhält übrigens nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Doch Vorsicht: Pubertierende Jungs finden Clowns total uncool und machen jeden Gag zunichte. 🙂

Navi: Ein Erfahrungsbericht zum Roadnavigator66

RoadNavigator RN66 ErfahrungsberichtSonntagmittag, strahlende Sonne und es hält mich nichts mehr in den eigenen vier Wänden. Aber auch schlechteres Wetter würde mich jetzt nicht abhalten – ich brauche Tapetenwechsel. Was liegt da näher, als die Schuhe anzuziehen, sich die Altschlüssel zu schnappen und ab.

Aber wohin des Weges? Ach ja, stand da nicht in dem Käseblatt was von einem Trödelmarkt in diesem Kuhdorf bei Göppingen? Zwar hab ich eine Ahnung in welchem Bezirk das liegt, aber so genau nun auch wieder nicht. Wie gut, dass ich das Navigationsgerät „Roadnavigator RN66“ im Auto habe. Hoffentlich hatte ich das nach dem letzten Gebrauch auch wieder aufgeladen. Dieses Ding ist immer so schnell entladen, das gefällt mir gar nicht; dennoch es ist auch genauso schnell wieder über den Zigarettenanzünder aufgeladen.

Also rein ins Auto, das Navi zur Hand genommen und los geht’s. Einschalten und es dauert eine kurze Weile bis sich die Satellitenkarten geladen haben. Pling, erschrecke mich jedes Mal bei dieser überlauten Eingangsmelodie.

Nun das Menü für die Routen anwählen und den Ort eintippen. Ah ja, schon bei den ersten drei Buchstaben erscheinen diverse Vorschläge. Nun gut dann den Ort Diegelsberg angeklickt und schön wechselt das Navi in die Ansicht zur Straßennameneingabe. Straße? Keine Ahnung auf welcher Straße oder welchem Platz der Trödelmarkt stattfindet. Dann eben irgendwo im Zentrum angewählt. Schon rotiert der Sucher. Schön gleichmäßig im dargestellten Pünktchenkreis und sucht und sucht und sucht und sucht…Hallo? Mal wieder Fehlanzeige. Also raus aus der Garage mit dem Wagen und sich auf der öffentlichen Straße präsentieren.

Ein Blick hin zum Navi; er sucht und sucht und sucht …

Dann halt aufs Geratewohl einfach geradeaus weiterfahren und das Navi ausschalten. Navi wieder einschalten und dieselbe Prozedur von vorn und abwarten. „Bitte wenden“ ertönt sodann so ganz unverhofft eine weibliche wohlklingende Stimme. Wenden? Wo soll ich hier denn wenden an einer durchzogenen Linie auf der Fahrbahn?

Ich also weiter geradeaus und mein Navi eiert wieder im Pünktchenkreis. „Die Nächste rechts abbiegen und an der nächsten Kreuzung links“. Ich fahre also wie geheißen … „Bitte wenden“ ertönst kaum, dass ich die Kreuzung erreicht habe und zeigt unvermittelt darauf an, dass eine Neuberechnung stattfindet. Jetzt ist es auch egal. Fahr ich halt ins Blaue und lass meinem Navi die Sonntagsruh. Soll er doch im Kreise eiern, wohin er will – ich nehme die andere Richtung.

Wer sich das mal anschauen will: Hier ist ein youtube Video. http://www.youtube.com/watch?v=fihP2cv-OdI

Mein Fazit: Besser 150 Euro ausgeben und einen Navi von TomTom oder Navigon kaufen. Da weiss man jedenfalls dass man ankommt.

Meine Erfahrungen mit Aeroflot

Ich wollte im letzten Frühling nach Baku reisen, um eine Freundin, die an der dortigen Universität Deutsch unterrichtet, zu besuchen. Mit Fluglinien wie zum Beispiel Austrian Airlines wäre es innerhalb eines Tages möglich gewesen, die aserbaidschanische Hauptstadt direkt zu erreichen, allerdings um ein Vielfaches des Preises, den ich im Endeffekt mit der Fluglinie Aeroflot bezahlte. Ich buchte über die Internetseite der Fluglinie und wählte einen Gabelflug über Moskau aus.

Der Hin- und Rückflug kostete mich insgesamt € 350,00, was ziemlich okay war. Meinen ersten Flug nahm ich von Düsseldorf nach Moskau und dieser war sehr angenehm. Die Flugbegleitung war äußerst freundlich, es gab gutes Essen – sogar mit Dessert und zwei Mal fuhr der Wagen durch mit Getränken und Kaffee. In Moskau angekommen, musste ich zu einem anderen Gate gebracht werden und dort vier Stunden auf den Anschlussflug nach Baku warten.

Als es dann soweit war und ich in der Maschine saß, waren komische Geräusche wahrnehmbar und der Pilot manövrierte das riesige Gefährt wieder zum Gate. Nach einer Stunde wurde die Maschine wieder gestartet und wir hoben ab – das Geräusch war wieder zu hören. Alles hat jedoch super funktioniert und ich landete sicher in Baku und sieben Tage später auch wieder in Wien. Im Nachhinein erzählte mir eine Freundin, sie habe mit einem Piloten gesprochen, der meinte: „Ich würde nicht mal meinen Hund in einer Maschine von Aeroflot fliegen lassen.“ Diese Aussage kann ich leider nicht teilen, denn obwohl es diese Startschwierigkeiten in Moskau gab, fühlte ich mich trotzdem sehr wohl mit der russischen Fluglinie, die bereits 1923 gegründet wurde.