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Farmerama Account Level 80 zu verschenken – Hilfe, Trennung droht !!!

„Farmerama Account Level 80 zu verschenken – Hilfe, Trennung droht !!!“ An diesen Aufruf bei Ebay kann ich mich gut erinnern und er bringt die Manie, die manche Browsergames verursachen, auf den Punkt. Ein junger Mann will seinen Farmerama-Account bei E-Bay versteigern, um seine Beziehung zu retten. Wenn das nicht mal innovativ ist! Ich oute mich ebenfalls als ehemalige Farmarama-Süchtige. Seit einem halben Jahr dümpelt mein Account bei Level 78 vor sich hin. Hier liegt nämlich das Problem: Entweder ihr spielt mehrmals täglich und vertrödelt unheimlich viel Lebenszeit – oder ihr spielt solche Spiele gar nicht (mehr). Ich habe mich für Letzteres entschieden, aber über Farmerama schreiben kann ich trotzdem. Schließlich weiß ich, wie das Spiel funktioniert.

Browserspiele wie Farmerama sind kostenlos – von wegen!

Jedes neue Spiel ist anfangs kostenlos. Es ist eigentlich die ganze Zeit über kostenlos, nur kommt ihr dann sehr mühsam ins nächste Level, weil ihr für jede Aufgabe ewig braucht, um sie zu lösen. Farmerama zum Beispiel hat eine eigene Spielwährung, mit der neue Geräte, Tiere und Saatgut für die Felder gekauft werden kann. Diese Moospennys erspielt sich jeder Spieler mit dem Ernten von Feld- oder Baumfrüchten, mit der Zucht von Tieren sowie gelegentlichen Minispielen, die zu besonderen Anlässen eingestellt werden.

Jeder Farmer erhält zu Beginn eine eigene Farm, ein paar Tupgulden und einige Moospennys geschenkt. Tupgulden sind dabei die Spielwährung, für die man nur ganz bestimmte wichtige und wertvolle Dinge erhält, wie Superfutter (damit die Tiere schneller wachsen) oder Erntehelfer auf Zeit, die auf einen Schlag alles auf einmal bepflanzen oder ernten. Habt ihr diese Items nicht im Bestand, müsst ihr jedes Feld, jeden Baum und jeden Stall einzeln per Mausklick bedienen und zwar mehrmals am Tag. Denn jede Pflanze hat eine unterschiedliche Wachstumsdauer.

Alles wächst und gedeiht – frische Luft wird zur Nebensache

Salat ist bereits nach wenigen Minuten fertig, während Tomaten mehrere Stunden benötigen. Zu Beginn erreicht ihr recht schnell das nächste Level, wo neue Pflanzen und neue Tiere darauf warten, gepflanzt bzw. gezüchtet zu werden. Erst viel später könnt ihr die Tiere auch was machen lassen. Hühner legen dann zum Beispiel Eier, Hasen geben Angorafell, Kühe füllen Milchflaschen. Alle Erzeugnisse werden in der Scheune gelagert, um sie früher oder später auf dem Markt gegen Moospennys zu verkaufen bzw. einzutauschen.

Neben der eigentlichen Farm kann noch eine Kräuterwiese, später ein Wald und noch später eine Bohnenranke (die es ermöglicht, im Himmel zu bauen) freigeschaltet werden. Damit ist unheimlich viel Platz für Ställe, Felder und Bäume und der Arbeitsaufwand wächst. Das Pensum ist nur mit Helfern zu schaffen. Die müsst ihr kaufen und zwar mit Tupgulden. Diese werden wiederum mit echtem Geld (per paypal oder Bankeinzug) gekauft. Nun könnt ihr bei Farmerama zwar Tupgulden in Moospennys tauschen, aber nicht umgekehrt. Natürlich möchtet ihr das Spiel auf keinen Fall aufgeben, schließlich habt ihr bereits eine Menge investiert.

Mein Fazit: Spielspaß, der auf Dauer ziemlich teuer werden kann

Ich habe zuletzt bis zu vier Stunden täglich virtuell auf der Farm geschuftet, um alles am Laufen zu halten, insgesamt ca. 400 € in das Spiel gesteckt, nachts von zappelnden, gackernden und blökenden Viechern geträumt – und dann hatte ich auf einen Schlag die Nase voll. Farmerama ist ein hübscher Zeitvertreib, der schnell in Arbeit ausartet und einsam macht. Zwar benötigt jeder Farmer Freunde, die ihn beschenken, aber eine Kommunikation mit diesen ist kaum möglich.

Mit Wehmut denke ich an das flatternde Moorhuhn zurück, das jede Pause in nullkommanix verfliegen lässt. Es macht zwar ebenfalls kurzzeitig süchtig, nimmt aber keinen halben Tag in Anspruch und vor allem – es kostet wirklich nichts. Aus reinem Selbstschutz, um nicht noch mehr Zeit dami zu verpielen, werde ich mich wohl besser wieder abmelden. Auch wenn es lustig war…

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Sex-Spielzeug – ein erotischer Selbstest

Sex Toys sind versaut, schmutzig und unanständig!

Wer erzählt denn solch einen Quatsch?! Diese Überschrift ist mir tatsächlich letztens bei Facebook unter die Augen gekommen. Doch als ich näher darauf eingehen wollte, war der Beitrag verschwunden. Vermutlich wollte nur jemand provozieren. Es ist demjenigen gelungen, denn ich habe mir Gedanken gemacht und nachgeschaut, was für Sex-Spielzeuge ich im Nachtschrank (und in der Handtasche – ja tatsächlich!) aufbewahre, ob sie noch funktionieren, welche Sex-Toys ich noch gebrauchen könnte und dass es an der Zeit wäre, mal wieder eine Dildo-Party zu besuchen.

Delphin mit Orgasmusgarantie und Vibro-Ei für unterwegs

Hab ich natürlich längst. Mein Delphin-Vibrator ist Pink und bei dem Vibro-Ei ist die Farbe egal. Das wird intern – also innerlich – also in der Vagina getragen. Himmelherrgott, nennen wir doch die Dinge beim Namen! Wenn ich mir das Vibro-Ei (jetzt weiß ich auch die Farbe wieder: silberglänzend) in die Hummel schiebe und auf den Knopf drücke, vergesse ich, dass sich mein Freund kilometerweit weg auf einer Weiterbildung befindet.

Zwar könntet ihr den vibrierenden Lustspender tatsächlich auch unterwegs benutzen, doch das rate ich niemandem. Ihr werdet dermaßen spitz, dass ihr jedem x-beliebigen Kerl auf den Schoß hüpfen würdet. Die Stimulation ist so intensiv, dass mein Freund Stefan auf Viagra, amitamin, Euviril & Co. locker verzichten kann. Wieso? Weil er keine Hilfsmittel benötigt, wenn ich ihn (rollig wie ich dann bin) umgarne. Falls Stefan mal wieder nicht da ist, habe ich ja immer noch meinen zuverlässigen Delphin, der mir zielsichere Glücksmomente beschert, wenn ich Lust darauf habe. Denn das Beste ist: Der geile Tümmler findet garantiert den G-Punkt.

Keine Dildo-Party in Sicht? Das Internet hilft

Die Freundin einer Freundin (ich verrate euch jetzt aber keine Namen) hat im vorigen Jahr eine Dildo-Party veranstaltet – und ich war dabei! Momentan kann ich weder die Freundin noch die Freundin der Freundin erreichen und erfahre wohl nie, was es Neues auf dem Erotik-Markt gibt. Da kennt ihr mich aber schlecht! Wenn ich etwas will, bekomme ich es auch. Natürlich habe ich mich auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Das WWW bietet ja zahlreiche gut bestückte Erotik-Shops wie Beate Uhse und Orion.

Leider sind bei einigen Onlineshops die Beschreibungen so öde und langweilig, dass man meint, es würden Wasserhahn und Duschschlauch beschrieben. Echt, da schwindet beim Lesen die Lust! Anders bei diesem Schweizer Erotikshop, der nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Lesen Spaß macht. Die Beschreibungen sind extrem witzig und unterhaltsam – manchmal hat der Texter wohl einen Clown gefrühstückt. Die Fotos der Sex-Toys sind gestochen scharf und mit Zoom-Funktion bis ins kleinste Detail zu studieren. Ich habe übrigens ein neues Sex-Spielzeug gefunden, das nicht nur mir, sondern auch meinem Freund gefallen würde.  Verrate jetzt aber nicht, welches…

„Schatz, kommst du mal?“ 🙂

Trachtenmode – nur was fürs Oktoberfest?

Dirndl, Krachlederne & Co. sind absolut angesagt

Als Kind habe ich meine kurze, speckige Lederhose mit dem obligatorischen Edelweiß auf dem Latz gehasst. Doch jetzt bin verliebt. Bisher habe ich gedacht, dass Trachtenkleider nur was fürs Oktoberfest sind. Mir schweben dralle Bayernmädels vor Augen, denen die Möpse förmlich aus dem Dekolleté hüpfen, während ihnen betrunkene Burschen in Lederhosen an die Wäsche wollen. Die wirklich tollen Kleider sieht man sowiese nur bei den Promis, in der Gala, Bunte oder wenn über die Spielerfrauen vom FC Bayern berichtet wird.

Falsch gedacht! Durch Zufall bin ich auf eine Seite im Netz gestoßen, die zauberhafte Trachtenmode zu bezahlbaren Preisen anbietet und sich von anderen Trachtenshops wohltuend abhebt. Ich kenne mich nicht wirklich aus, aber Stockerpoint scheint die bekannteste Marke zu sein und ich habe beschlossen, Trachtenmode ab sofort zu lieben.

Ab sofort Tracht – morgens, mittags, abends!

Nun habe ich zwar kürzlich erst von Hunden in Trachtenklamotten berichtet, aber das könnt ihr wirklich nicht vergleichen. Ich würde auch nie einem Hund eine Lederhose anziehen wollen. Ich selbst möchte solch eine schicke Trachtenhose jedoch unbedingt haben und zwar möglichst bald – also, natürlich die Variante für Menschen. Außerdem will ich ein Dirndl oder zwei oder drei. Ich möchte Dirndblusen und Dirndlshirts und den passenden Dirndl-BH, der diesen magischen Busen zaubert, möchte ich ebenfalls.

Ich könnte mit dem Fuß aufstampfen und rufen „ich will, ich will, ich will“ und würde mir keineswegs komisch vorkommen. Leider interessiert es niemanden, was ich will, also muss ich mich selbst kümmern. Immerhin meint mein Freund, dass die Trachtenklamotten wirklich schick aussehen.

Trachtenmode ist nicht gleich Landhausmode

Trachtenmode besticht durch detailverliebte Schnitte, Stickereien, Spitze, naturnahe Stoffe wie Baumwolle oder Leinen und ganz viel Leder. Landhausmode wirkt im Vergleich dazu regelrecht bieder und scheint vor allem nur eine Farbe zu kennen: Beige. Trachtenmode gibt es, zumindest in dem Shop, den ich entdeckt habe, in den verrücktesten Farben.

Natürlich mussten sich die Designer völlig neue Farben ausdenken. So heißt beispielsweise ein simples Rosa nicht Rosa, sondern Flamingo, ein schlichtes Hellbraun nennt sich Torfantik und der Hit ist die Farbbezeichnung Maisantikozean für verwaschenes Goldgelb. Am besten gefallen mir die Trachtenkleider, bei denen alles dabei ist: Dirndl, Schürze und Bluse.

Trachtenshirts passen prima zur Jeans

Eigentlich bin ich gar kein Kleidertyp. Auch hierfür gibt es eine Lösung: Hosen und Shirts. An den Trachtenlederhosen faszinieren mich die kleinen Hosenlätze, die tollen Stickereien und die interessante Schnittführung mit den Seitenschlitzen und der rückwärtigen Schnürung. Da darf es ruhig etwas mehr Braten oder Kuchen sein – ein Handgriff und alles passt.

Ein wunderschönes Trachtenshirt mit eingearbeiteter Bluse und Miederschnürung gibt es schon ab 40 Euro. Für eine echte Markenlederhose muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Meine Lieblingshose kostet knapp 180 Euro. Das ist für solch ein Schmuckstück allerdings ein Schnäppchen. Seht selbst: Lederkniebundhose

Hundemode: Fressnapf oder Mops im Dirndl?

Mops mit Hut, Schuhen und Trachtenlederhose!

Das ist kein Witz – ich habe tatsächlich kürzlich einen Mops (oder war’s eine Bulldogge?) in einem Café auf dem Schoß seiner Besitzerin gesehen, der ausstaffiert war, als würde er auf dem Oktoberfest sein weibliches Pendant im Dirndl suchen: Tirolerhut (mit Löchern für die Ohren), Krachlederne mit Hosenträgern(!) und Lederstiefel an den Pfoten.

Da der Hund keine Sekunde den Schoßplatz verlassen durfte, war nicht zu erkennen, ob er sich in den Klamotten überhaupt bewegen konnte, aber ich bezweifle es. Die Dame schien sehr stolz auf ihren vierbeinigen Begleiter zu sein und strahlte in die Runde; der Mops selbst schaute allerdings ziemlich dämlich aus der Wäsche. Ich glaube, er schämte sich.

Ist Hundkleidung für kalte Tage nützlich?

An den Anblick von Hunden mit Jacken und Pullovern haben wir uns ja schon gewöhnt. Das ist in der kalten Jahreszeit für bodennahe Hunde durchaus sinnvoll. Denn das Fell kann noch so dicht und lang sein – am Bauch sind fast alle Hunde nackt. Praktische Mäntel und Schutzkleidung für kleine und große Hunde gibt es im Fressnapf und in jedem anderen Fachgeschäft für Tierbedarf.

Meine Freundin besitzt einen Dackel mit derart kurzen Beinen, dass es keinen Unterschied macht, ob er liegt oder steht, weshalb er das Kommando „Platz“ auch nicht kennt. Diese süße Fellwurst hat selbstverständlich einen Pullover für kalte Tage und einen Mantel zum drüberziehen, wenn es noch kälter wird. Damit das Kleidungsstück nicht hin- und herwackelt, befindet sich am hinteren Ende eine Schlaufe für den Schwanz. Pullover und Mantel werden buchstäblich am Hundekörper arretiert und dem Hund bleibt gar nichts anderes übrig, als eine gute Miene aufzusetzen. Hauptsache, er friert nicht.

Hunde aller Nationen – wehrt euch!

Habt ihr schon mal in die Augen eines Dackels gesehen? Doch nicht der berühmte Dackelblick ist daran schuld, dass Herrchen und Frauchen ihre Lieblinge in Tütü und Schleifchen oder in Lack und Leder hüllen. Es sind die Menschen selbst, die sich immer neue Modeverrücktheiten für ihre vierbeinigen Freunde wünschen. Es gibt genügend Designer, die diesem Bedürfnis nur zu gerne nachkommen. Im Netz existieren zahlreiche Seiten, die Hundklamotten in allen Variationen online verkaufen.

Eine davon hat mich ganz besonders fasziniert. Bei DoggyDolly kommt ihr aus dem Stauen nicht mehr heraus! Hundehalter können ihre Hunde tatsächlich in Dirndl zwängen, in Lederhosen packen oder als Brautpaar mit Anzug und Hochzeitskleid schmücken. Passende Schuhe, Hüte und Schleier gibt’s natürlich ebenfalls. Verständlicherweise sehen die abgebildeten Hunde nicht besonders glücklich aus.

Schuhe für Hunde sind so überflüssig wie Nachtsichtbrillen für Katzen!

Hundeschuhe kneifen, rutschen und grenzen an Tierquälerei. Wer seinem Hund im Winter wirklich etwas Gutes tun und die Pfoten vor Kälte, Streusalz und Schnee schützen will, fettet die Fußballen seines Schützlings mit speziellen Pfotensalben ein. Melkfett und Ballistol funktionieren ebenfalls prima. Letzteres ist eigentlich ein Waffenreinigungsöl und ein absoluter Geheimtipp – es hilft sogar bei Haarausfall. Ob Hunde (wenn sie könnten) damit ihre Waffen einfetten würden, um sich gegen den tierischen Modewahnsinn zu wehren, überlassen wir der Phantasie von Comiczeichnern und Scifi-Autoren. 😉

Der Junge, der Träume schenkte

Vor kurzem berichtete ich über den Kindle. Nun habe ich zu Weihnachten einige E-Books geschenkt bekommen, die ich eigentlich für den Urlaub aufheben wollte. Ein Reader ist schließlich genau dafür gedacht, dass nicht kiloweise Bücher im Reisegepäck mitgeschleppt werden müssen. Leider habe ich kein einziges „richtiges“ Buch bekommen! Alle meine Freunde wissen, dass meine Bücherregale zum Bersten voll sind. Hallo?! Obendrauf wäre aber noch reichlich Platz gewesen! Die Feiertage sind lang, das Fernsehprogramm ist öde und ich will lesen.

Sado Maso oder gehobene Literatur – eine schwere Entscheidung

Zur Auswahl stehen „Shades of Grey“ von E.L. James, „Jesus liebt mich“ von David Safier und „Der Junge, der Träume schenkte“ von Luca Di Fulvio.

Der Softporno der jungfräulichen Möchtegern-Domina fällt gleich unten durch. Dieses Geschenk ist wohl ein schlechter Scherz meines Freundes, der ganz genau weiß, was ich von dilettantischen Versuchen halte, unbedarften Hausfrauen den Sinn von BDSM zu erklären. Ehrlich, da ist das wahre Leben interessanter. Schaut euch einfach mal auf Joyclub um, Anmeldung ist kostenlos…

Mit „Shades of Grey“ bekommt er demnächst den Hintern versohlt. Mist – das geht ja gar nicht! Das hält mein Kindle nicht aus. Echte Bücher sind für spezielle Vorhaben eben doch besser geeignet. Wahrscheinlich hat er es darauf angelegt.

Doch zurück zum Thema: „Jesus liebt mich“ erscheint mir zu dünn. Das ist jetzt wirklich lustig, denn Bücher im Kindle sind immer gleich dick. Ich meine also: Das Buch hat zu wenig Lesestoff, denn ich will ausgiebig schmökern. Also entscheide ich mich für „Der Junge, der Träume schenkte“. Das Buch wird im Klappentext (oder wie man das bei einem E-Book nennt) als „pralles Feuilleton der New Yorker 20er Jahre“, als episches Meisterwerk und fesselnder Spitzenroman angepriesen, außerdem wird der Autor mit Charles Dickens verglichen. Ich bin gespannt und lege los.

Der Junge, der Träume schenkte“: Albtraumgefahr oder traumhaft?

Dummerweise habe ich die miesen Rezensionen bei Amazon gelesen, bevor ich angefangen haben, diesen Bericht zu schreiben. Das macht aber nichts. 120 absolut schlechten Meinungen über das Buch stehen nämlich etwa 380 gute Meinungen gegenüber (bei „Shades of Grey“ ist es, glaube ich, umgekehrt). Und was soll ich Euch sagen – mir hat der Traumjunge ausnehmend gut gefallen! Ich habe die 780 Seiten (bzw. 956 KB) in anderthalb Tagen durchgelesen. Wenn mich ein Roman fesselt, dann kann ich ihn nicht mehr aus der Hand legen. Ein gut geschriebenes Buch ist wie ein guter Film.

Der Junge der Träume schenkte

Die Handlung im Schnelldurchlauf: Ein kleiner Junge wandert mit seiner Mutter vom ländlichen Italien nach Amerika aus. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen, obwohl sie als erfolgreiche Prostituierte arbeitet. Er gründet eine Gang (diese Episode ist wirklich niedlich und berührend), gerät kurzzeitig auf die schiefe Bahn, steigt dann zum Radiomoderator auf und findet seine große Liebe wieder. Dieses Mädchen hat er, ziemlich zu Beginn der Story, nach einer Vergewaltigung vor dem sicheren Tod gerettet. Das Buch enthält ein paar brutale Szenen, ziemlich viel Sex und einige langatmige Passagen.

Mein Fazit: Lesen!

Der Anfang beginnt furios. Die Geschichte über Sex und Gewalt, Armut und Liebe reißt mich bis zum zweiten Drittel atemlos mit. Ich will unbedingt wissen, wie es mit dem blonden Möchtegerngangster, der natürlich ein herzensguter Junge ist, weitergeht. Das Ende lahmt etwas, wahrscheinlich saß dem Autor der Verleger im Nacken und das Buch musste schnell fertig werden. Aber in seiner Gesamtheit hat mich „Der Junge, der Träume schenkte“ berührt, gefesselt und ausgezeichnet unterhalten.

Kaufen! Unten die Titel direkt mit amazon links:

Der Junge, der Träume schenkte

Jesus liebt mich

Shades of Grey

Espressobohnen für jeden Geschmack

Mein Kaffee Vollautomat tut was er immer zu tun pflegt: Er mahlt ganze Espressobohnen zu einem optimierten Espressokaffeemehl. Aber Espressobohnen sind nicht gleich Espressobohnen, auch wenn das Mahlwerk immer (noch) gute Dienste leistet. Der Geschmack variiert mit Qualität und Preis der eingefüllten Espressobohnen.

Espresso kennt wohl inzwischen jeder. Der Name Lavazza und Konsorten sind keine Fremdwörter mehr. Selbst in den Eisdielen haben Espresso und Co. Einzug gehalten. Ein stinknormaler aufgebrühter Kaffee scheint mittlerweile verpönt. Ich trinke meinen Espresso gern mal richtig tiefschwarz und stark; dann wiederum hätte ich es gern ein wenig milder und cremiger. Für diese Wünsche gibt es verschiedene Grundsorten – Mocca oder Crema steht mitunter auf den Verpackungen der ungemahlenen Espressobohnen für Kaffee Vollautomaten drauf. Die bekomme ich im bekanntesten Discounter aller Discounter genauso, wie in großen Supermärkten, ausgesuchten Feinkostläden oder im Kaffee-Fachgeschäft.

Passionierte Kaffeetrinker wissen, dass es erhebliche Unterschiede gibt. Nicht nur das Anbaugebiet von Kaffeebohnen entscheidet über Geschmack und Intensität der Stärke. Nein, auch die Methode der Röstverfahren hat einen erheblichen Einfluss auf den endgültigen Geschmack. So auch bei Espressobohnen.

Andererseits sind Geschmäcker verschieden. Jeder wird mit der Zeit seinen Lieblings-Espresso finden.

Wobei für manche auch das Haushaltsbudget eine tragende Rolle bei der Entscheidung spielt. Dann erweist sich die Suche nach einem wohlschmeckenden und dennoch preisgünstigen Espressokaffee mitunter schwieriger. Ich muss zugeben – wenn ich es eilig habe und meine Espressobohnen gehen zur Neige, greife ich auch schon mal zu den Espressobohnen vom ALDI. Der langt mir als morgendlicher Muntermacher alle Male und die Bohnen sind 100% Arabica; wobei ich die Sorte Crema dann doch angenehmer im Geschmack empfinde.

Exotischer Kaffee von Otto: Man höre und genieße

Mein persönlicher Favorit ist neuerdings ein Espresso, den ich durch Zufall, man höre und staune, beim Online Shop Otto-Versand unter der Rubrik „Haushalt“ entdeckt habe. Dabei handelt es sich um einen echten italienischen Espresso der Marke Martella Espressobohnen mit der Bezeichnung „Maximum Class“.

Das Kilo der Espressobohnen kostet um die 23 Euro- Sehr wohl ein stolzer Preis. Der Espresso bleibt bei mir zu besonderen Anlässen vorbehalten und gerade im Hinblick auf den Preis, genieße ich das schwarze Gebräu umso mehr. Die Espressobohnen werden hier besonders schonend geröstet und das merkt man sofort am Geschmack. Der aufgebrühte Espresso ist vollmundig und dennoch sanft und erinnert mit seiner Crema ein wenig an schmelzende Schokolade.

Im Otto-Versand Online Shop konnte ich nachlesen, dass die italienische Rösterei Martella viele bedeutende Kaffeegeschäfte in Italien mit Kaffee beliefert. Es werden nur ausgesuchte Sorten Arabica-Bohnen verwendet. Durch ein besonders langsames Röstverfahren mit höchstens 60 kg Kaffeebohnen je Durchgang, entsteht die Bestsorte „Maximum Class“. Die aufwändige und langwierige Methode der Martella Rösterei bestätigt den Geschmack und die Qualität. Dafür zahle ich gern den erhöhten Preis. In der Kombination mit meinem Aerocino Milchaufschäumer ein Traum!!!

iPad oder Kindle

Bücher lesen: Papier oder Monitor?

ipad weissDie Werbung vom iPad ist sensationell und verspricht wahre Wunder. Apropos „verspricht“: Ja, ES spricht sogar! Oder verwechsle ich das jetzt mit dem iPod? Jedenfalls möchte ich nicht mit einem Gerät kommunizieren und habe mich deshalb entschieden, den Kindle zu kaufen bzw. mir dieses Zauberwerk der modernen Technik schenken zu lassen.

Ich benötige solch einen Tablet-Computer sowieso nur, um Bücher zu lesen, maximal noch, um dabei leise Musik zu hören. Für alles andere sitze ich lieber aufrecht auf meinem ergonomisch geformten Schreibtischstuhl vor meinem PC mit Flatscreen-Monitor. Absolut brillentauglich – ich meine damit, dass ich seit etwa einem Jahr keine Brille mehr benötige, wenn ich am Computer arbeite.

Als ich dieses Phänomen kürzlich stolz meiner Optikerin berichtete und eigentlich eine Bestätigung von ihr wollte, dass meine Augen ganz von allein besser geworden sind, meinte sie: „Nö, das liegt am Alter, das ist bei Weitsichtigen normal.“ Wusch! Immerhin traute ich mich trotzdem zu fragen, was besser wäre: Bücher im Original oder am E-Reader zu lesen? „Bücher.“

Besonders gesprächig ist meine Optikerin nicht. Als ich ihr erklärte, dass ich keinen Platz mehr in meinen Bücherregalen hätte und die Bücher sich schon auf dem Boden stapeln, sagte sie kurz und knapp: „Kindle.“ Na, das ist doch mal ein Wort!

Kindle seit 2012 berührungsempfindlich

Touch-Screen ist was Feines. Dieses bequeme Bedienelement kostet nur unwesentlich mehr als der normale Kindle, nämlich etwa 130 Euro bei Amazon. Das finde ich im Vergleich mit dem iPad von Apple extrem günstig und völlig ausreichend, um virtuelle Bücher zu lesen.

Den E-Book-Reader Kindle gibt es übrigens erst seit letztem Jahr in einer deutschen Benutzerversion. Davor musste der Nutzer unbedingt englisch können. Das iPad ist zwar etwas fortschrittlicher, hat einen minimal größeren Monitor und Du kannst damit auch schreiben, im Internet surfen und Videokonferenzen abhalten. Außerdem kann das Teil sogar Fotos knipsen und bearbeiten, was der Kindle nicht kann, weil die Kamera fehlt. Dafür ist der iPad mit Preisen zwischen 400 Euro und 800 Euro auch deutlich teurer!

Kindle 3Der Bildschirm des Kindle liest sich angeblich wie echtes Papier. Ich habe das mal bei einem Freund getestet und es stimmt! Außerdem liegt das Gerät gut in der Hand, ist extrem leicht und dünn und speichert nahezu unendlich viele Bücher. Um genau zu sein: 3.500 Bücher. Soviel lese ich im ganzen Leben nicht! Könnte ich mir auch gar nicht leisten. Denn eines habe ich nicht bedacht: Die virtuellen Bücher kosten extra! Du kannst zwar die ersten paar Seiten gratis lesen (das ist nützlich, um zu wissen, ob einem der Inhalt überhaupt gefällt), doch dann musst Du das Buch kaufen, bevor Du es mittels WLAN herunterladen darfst.

Verdammt: Die Bücher kosten extra!

Wie kann man nur derart naiv sein?! Das ist aber alles halb so wild: Die Kosten für solch ein E-Book liegen etwa im Bereich eines herkömmlichen Taschenbuches. Wirklich sparen beim Bücherkauf kannst Du somit zwar nicht, dafür liegen aber auch keine ausgelesenen Bücher mehr in der Wohnung herum. Damit ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich einen Kindle zuzulegen, um immer und überall lesen zu können.