Meine Erfahrungen, meine Welt

bertolli nudelsosseIhr habt richtig gelesen! Eigentlich wollte ich über Fertig-Soßen aus dem Supermarkt schreiben. Doch bevor ich mich zum eigentlichen Thema äußere, muss ich euch erzählen, was ich heute in der BILD gelesen habe. Es geht um eine wissenschaftliche Prognose, welche technischen Innovationen wir Menschen in zehn Jahren zu erwarten haben. Gesprächspartner ist ein renommierter Wissenschaftler, und zwar einer der Top-Trendforscher auf der diesjährigen Leipziger Wirtschaftsinformatik-Messe. Wer BILD kennt, weiß, dass solche Ausführungen ernst gemeint sind und Otto-Normalbürger diese auch glaubt.

Nein, der Wissenschaftler berichtet nicht von Nudelsoßen, die von selbst auf die Spaghettis fließen und ohne zu kochen heiß werden – es wird viel abenteuerlicher! Denn in zehn Jahren soll es zum Beispiel den Fernseher nicht mehr als Gerät geben, weil er in Tapeten integriert wird. Das wäre noch nachvollziehbar und durchaus im Rahmen des Möglichen. Aber jetzt kommt’s – wortwörtlich: „Spezielle 3-D-Drucker ermöglichen die Produktion von Dingen – ob Teller oder Kleid.“ Während ich diese Textpassage meinem Freund vorlese, muss ich mir so oft an die Stirn klatschen, dass dort immer noch ein roter Fleck zu sehen ist.

Wieso sind die Entwickler nicht schon viel früher darauf gekommen?! Schuhe kaputt – zack, Drucker an. Teller runtergefallen? Macht nix, drucken wir uns schnell einen neuen und den Kochtopf gleich mit dazu. Und wie sieht es mit den dazugehörigen Nudelsoßen aus? Ach, dafür gibt es bestimmt eine Spezialdüse am 3-D-Drucker! Ich weiß nicht, ob die Tränen, die mir hartnäckig in den Augenwinkeln sitzen, vom Lachen oder vom Weinen herrühren. Ehrlich gesagt, habe ich sogar auf das Datum der Zeitung schauen müssen, um festzustellen, dass noch lange nicht der 1. April ist.

Nudelsoßen von Bertolli, Miracoli & Co. – eine Alternative zum selbst Kochen?

Jetzt bin ich in der Zwickmühle und weiß nicht, wie ich die Überleitung schreiben soll. Dabei war ich extra heute bei REWE und NETTO und habe mir in den Regalen die Gläser mit Nudelsoßen angeschaut. Tomatensoße mit Basilikum von Bertolli ist aktuell im Angebot für 0,99 Euro. Der Glasinhalt reicht für zwei Personen und sieht aus wie Tomatensoße. Damit haben die Soßen in den Gläsern einen gewaltigen Vorteil gegenüber den Soßen im Tetrapack: Ich sehe, was drin ist. Allerdings beanspruchen Gläser mehr Platz – sowohl im Regal als auch im Müll.

Der Geschmackstest zu Hause überzeugt ebenfalls. Die Tomatensoße schmeckt fruchtig, würzig und fast wie selbstgekocht. Gut gefällt mir die Konsistenz, wodurch die Soße prima an den Nudeln haftet und kein Wasser „ausschwitzt“. Bolognese-Soße der gleichen Marke fällt allerdings gnadenlos durch. Das Hackfleisch ist extrem krümelig, grau und nahezu geschmacksneutral. Diese Soße koche ich beim nächsten Mal lieber wieder selbst. Außerdem muss ich die ganze Zeit an diesen 3-Drucker denken und befürchte fast, dass die interaktive Soßenproduktion bereits begonnen hat. 😉

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