Meine Erfahrungen, meine Welt

Archiv für Juli, 2012

AEG Lavamat – Der Kundenservice

AEG Lavamat Ersatzteile TrocknerOhne Waschmaschine zu sein wäre für mich heutzutage schon fast undenkbar. Klar, hier und da mal eine Handwäsche ist kein Problem. Gerade im Sommer. Ansonsten werden Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken aber nun doch viel viel sauberer und hygienisch reiner, als mit der Hand gewaschen. Oder meine Jeans mit der Hand waschen – nein geht gar nicht.

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie unsere alte Waschmaschine den Geist aufgab. War eine der ersten elektronischen von AEG Lavamat. Kaum zu glauben, welch ein Service uns da geboten wurde.

Der gerufene Techniker kam mit seinem Firmenwagen angerauscht. Zuvor hatten wir bei der Service-Hotline angerufen und den Fehlercode durchgegeben, der beim Einschalten der AEG Lavamat im Bedienungsboard aufblinkte.

Nun traf also immerhin noch am selben Tag ein AEG-Vertragspartner bei uns auf. In der Hand einen Servicekoffer und ab dafür in unseren Keller und rein in die Waschküche. Servicekoffer auf dem Boden abgestellt, geöffnet und ein Prüfgerät hervorgezaubert und so etwas wie einen Schraubendreher oder was weiß ich. Mit wenigen Handgriffen das Bedienungselement von der Maschine und ein paar innensitzende Klemmen gelöst.

AEG Lavamat„Das geht aber schnell“, sag ich noch zum Monteur. ER: „Ja das ist heutzutage alles viel einfacher“, sprachs und holt aus einem kleinen Kästchen das zu erneuernde Elektronikboard mit den Bedienungselementen, um es dann mit ein paar Handgriffen in die AEG Lavamat Waschmaschine einzubauen. Denkste auch nur.

Ja, ihr könnt euch wohl schon denken was jetzt kommt: Genau, das Teil passt nicht!

„Und jetzt“?

ER: „Ich muss noch mal zurück zum Lager und das richtige Ersatzteil holen“. Ich: „Kostet das extra?“ ER: „Ja, ich muss die Anfahrtskosten doppelt berechnet“. Ich: „Wie viel“? ER: „Noch mal um die 40 Euro“. Ich direkt: „Nein danke das wird mir zu teuer“. ER: „Und was ist dann mit ihrer Maschine?“ Ich: „Ganz einfach, ich kauf‘ mir eine neueWaschmaschine„.

Da hat er sich wohl in den Finger geschnitten. Denkt wohl ich wäre blöd. Das Ersatzteil sollte schon 200,- Euro kosten, dann die Arbeitszeit und die Anfahrtskosten quasi doppelt. Ne, nicht mit mir! Da kriegt man ja wirklich eine neue Waschmaschine fürs Geld. Von wegen „AEG aus Erfahrung gut“, wie der alte Werbeslogan früher hieß – dann eher schon: „AEG um eine ungünstige Erfahrung reicher“. Wobei ich fairerweise sagen muss: Das hätte bei einer anderen Waschmaschine wahrscheinlich ungefähr dasselbe gekostet.

AEG Lavamat KundendienstJetzt wasche ich meine Wäsche mit einer Bauknecht genauso sauber; aber ohne elektronischen Schnickschnack, sondern mit dem guten alten Drehknebel und ein paar Zusatzknöpfen für Schonschleudern, Einweichen oder Sparstrom. Die tut es auch und wäscht sogar 6 Kilo Wäsche in einem Rutsch.

Also ich für meinen Teil kaufe mir keine Waschmaschine mehr mit elektronischen Verwirrspielen. Dann lieber Brille auf, am Drehschalter gedreht und los gehts. Für was brauch ich eine Zeitschaltuhr, bei der ich schon Stunden vorher den Wasserhahn aufdrehen muss? Oder ein Wassersparprogramm, wo sich dann das konzentrierte Waschmittel nicht mal richtig auflöst. Alles nur unnötiger Schnickschnack.

iPad oder Kindle

Bücher lesen: Papier oder Monitor?

ipad weissDie Werbung vom iPad ist sensationell und verspricht wahre Wunder. Apropos „verspricht“: Ja, ES spricht sogar! Oder verwechsle ich das jetzt mit dem iPod? Jedenfalls möchte ich nicht mit einem Gerät kommunizieren und habe mich deshalb entschieden, den Kindle zu kaufen bzw. mir dieses Zauberwerk der modernen Technik schenken zu lassen.

Ich benötige solch einen Tablet-Computer sowieso nur, um Bücher zu lesen, maximal noch, um dabei leise Musik zu hören. Für alles andere sitze ich lieber aufrecht auf meinem ergonomisch geformten Schreibtischstuhl vor meinem PC mit Flatscreen-Monitor. Absolut brillentauglich – ich meine damit, dass ich seit etwa einem Jahr keine Brille mehr benötige, wenn ich am Computer arbeite.

Als ich dieses Phänomen kürzlich stolz meiner Optikerin berichtete und eigentlich eine Bestätigung von ihr wollte, dass meine Augen ganz von allein besser geworden sind, meinte sie: „Nö, das liegt am Alter, das ist bei Weitsichtigen normal.“ Wusch! Immerhin traute ich mich trotzdem zu fragen, was besser wäre: Bücher im Original oder am E-Reader zu lesen? „Bücher.“

Besonders gesprächig ist meine Optikerin nicht. Als ich ihr erklärte, dass ich keinen Platz mehr in meinen Bücherregalen hätte und die Bücher sich schon auf dem Boden stapeln, sagte sie kurz und knapp: „Kindle.“ Na, das ist doch mal ein Wort!

Kindle seit 2012 berührungsempfindlich

Touch-Screen ist was Feines. Dieses bequeme Bedienelement kostet nur unwesentlich mehr als der normale Kindle, nämlich etwa 130 Euro bei Amazon. Das finde ich im Vergleich mit dem iPad von Apple extrem günstig und völlig ausreichend, um virtuelle Bücher zu lesen.

Den E-Book-Reader Kindle gibt es übrigens erst seit letztem Jahr in einer deutschen Benutzerversion. Davor musste der Nutzer unbedingt englisch können. Das iPad ist zwar etwas fortschrittlicher, hat einen minimal größeren Monitor und Du kannst damit auch schreiben, im Internet surfen und Videokonferenzen abhalten. Außerdem kann das Teil sogar Fotos knipsen und bearbeiten, was der Kindle nicht kann, weil die Kamera fehlt. Dafür ist der iPad mit Preisen zwischen 400 Euro und 800 Euro auch deutlich teurer!

Kindle 3Der Bildschirm des Kindle liest sich angeblich wie echtes Papier. Ich habe das mal bei einem Freund getestet und es stimmt! Außerdem liegt das Gerät gut in der Hand, ist extrem leicht und dünn und speichert nahezu unendlich viele Bücher. Um genau zu sein: 3.500 Bücher. Soviel lese ich im ganzen Leben nicht! Könnte ich mir auch gar nicht leisten. Denn eines habe ich nicht bedacht: Die virtuellen Bücher kosten extra! Du kannst zwar die ersten paar Seiten gratis lesen (das ist nützlich, um zu wissen, ob einem der Inhalt überhaupt gefällt), doch dann musst Du das Buch kaufen, bevor Du es mittels WLAN herunterladen darfst.

Verdammt: Die Bücher kosten extra!

Wie kann man nur derart naiv sein?! Das ist aber alles halb so wild: Die Kosten für solch ein E-Book liegen etwa im Bereich eines herkömmlichen Taschenbuches. Wirklich sparen beim Bücherkauf kannst Du somit zwar nicht, dafür liegen aber auch keine ausgelesenen Bücher mehr in der Wohnung herum. Damit ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich einen Kindle zuzulegen, um immer und überall lesen zu können.